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24.04.1974 / Meldungs-Nr.: AHI0109 / Ressort: Innenpolitik (II)

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i 52 - e
bundespräsident gestorben (zusammenfassung mit neuem material) 1
wien, 24.4.((apa) - bundespräsident franz jonas ist heute um
00,07 uhr nach langer schwerer krankheit im wiener allgemeinen
krankenhaus im 75.lebensjahr gestorben. unmittelbar nach seinem
ableben hatten sich bundeskanzler dr. bruno kreisky und der erste
präsident des nationalrates anton benya im sterbezimmer des verschiedenen
staatsoberhauptes eingefunden. in ihren ersten stellungnahmen
drückten die obmänner der drei im parlament vertretenen
parteien ihre aufrichtige anteilnahme am tode des bundespräsidenten
aus. bundeskanzler dr. kreisky gab bekannt, dass jonas schon seit
dem sommer des vergangenen jahres von seiner schweren krankheit gewusst
und ausdrücklich gewünscht habe, seine aufgaben bis zum
letztmöglichen augenblick zu erfüllen. die bedeutung des verstorbenen,
so kündigte dr. kreisky an, werde in einem staatsakt gewürdigt
werden. schleinzer bezeichnete den verstorbenen als einen
mann, der sich das ansehen aller österreicher erworben habe.
durch seine pflichterfüllung bis an die grenze seiner kräfte und
durch seine tapferkeit im ertragen seines leidens sei er zum vorbild
geworden. fpö-bundesparteiobmann peter hob das hohe verantwortungsbewusstsein
und die hingebungsvolle pflichterfüllung des verstorbenen
hervor. dies verdiene die achtung und den respekt aller österreicher.
nationalratspräsident benya betonte die grosse verbundenheit
des dahingeschiedenen mit der gewerkschaftsbewegung, der der
verstorbene stets seine anerkennung für die beteiligung am wiederaufbau
österreichs und der ruhigen aufwärtsentwicklung zum ausdruck
gebracht habe.
der bundeskanzler hat für heute mittwoch um 10,30 uhr einen
ausserordentlichen ministerrat einberufen. in dieser sitzung wird
die dauer der staatstrauer und der tag des begräbnisses bestimmt
werden. wie aus dem bundeskanzleramt verlautet, wird das begräbnis
wahrscheinlich am montag, spätestens am dienstag, stattfinden.
auch der beschluss der wahlausschreibung kann schon laut artikel 64
absatz zwei der bundesverfassung in dieser sitzung gefasst werden.
vom zeitpunkt der wahlausschreibung bis zum urnengang müssen,
um den fristenablauf einzuhalten, rund zwei monate verstreichen.
eine andere wahl oder volksabstimmung darf mit der wahl des bundespräsidenten
nicht verbunden werden. (paragraph 26 des bundespräsidentenwahlgesetzes)
(forts)sb+
nnnn


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24.04.1974 / Meldungs-Nr.: AHI0109 / Ressort: Innenpolitik (II)
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