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31.05.1985 / Meldungs-Nr.: AHI0133 / Ressort: Chronik&Kultur (CI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA115 4 CH 31.Mai 85 Sicherheit/Österreich Hainburg und seine Folgen l =

 
APA115 4 CH 31.Mai 85
Sicherheit/Österreich
Hainburg und seine Folgen l
Utl: Fehler abstellen - Geeignete Ausrüstung der Exekutive -
Presseoffiziere und rasche Information für Medien -
Wien (APA) - Sechs Monate nach den Dezemberereignissen in der
Stopfenreuther Au und Hainburg sowie der damals dekretierten
politischen "Denkpause" haben die Sicherheitsbehörden von ihrer Warte
aus die Untersuchung aller Vorgänge abgeschlossen. Die Erhebungs-
gebnisse wurden in einem Bericht zusammengefaßt und durch einen
Katalog von Erkenntnissen, neuen Vorschlägen und Forderungen ergänzt.
Auszüge aus dem Bericht und dem Wunschkatalog waren gestern, Don-
nerstag, abend in Wien Gegenstand eines Pressegesprächs, zu dem das
Kuratorium Sicheres Österreich Innenminister Karl Blecha und den Ge-
raldirektor für die Öffentliche Sicherheit, Sektionschef Dr. Robert
Danzinger, eingeladen hatte. ****
Folgerungen und Fazit aus der mehrere Stunden dauernden Dis-
kussion:
Die Exekutive ist bereit, Fehler einzugestehen, umzudenken und in
Zusammenwirken mit Politikern neue Maßnahmen in Richtung einer
psychologisch verbesserten Ausbildung zu setzen. Damit soll eine
Wiederholung derartiger Ereignisse vorgebeugt werden. Zugleich müsse
aber auch durch Organisationsänderungen und moderne materielle Aus-
stung eine Verbesserung des Einsatzes bei denkbaren neuen Ausschrei-
tungsformen, kriminellen Angriffen wie auch Gewaltaktionen im Sport-
schehen mit adäquaten Mitteln erreicht werden.
Auf die Schaffung einer Bereitschaftspolizei nach ausländischen
Vorbildern wird verzichtet. Stattdessen werden geeignete Polizei- und
Gendarmeriebeamte zusätzlich zu ihrem normalen Dienst besonders
geschult, damit man sie notfalls abberufen und in ihrem Bundesland
als mobile Einsatzgruppe zu einem "außerordentlichen Ordnungsdienst"
heranziehen kann. An einen Einsatz von neuen chemischen Reizstoffen,
von Sprühgeräten mit der sogenannten chemischen Keule und von Wasser-
werfern ist nicht gedacht.
Polizei und Gendarmerie sind zu einer neuen Medienpolitik ent-
schlossen. Sie plädieren für einen "friktionsfreien" Umgang mit Jour-
nalisten. Eigene Presseoffiziere sollen bei jedem größeren Ereignis
nun in allen Bundesländern Journalisten an Ort und Stelle informieren
und eine rasche Berichterstattung ermöglichen.
(Forts.) pz

 

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