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23.04.1985 / Meldungs-Nr.: AHI0184 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA159 5 ID 23.Apr 85 Hainburg/Buchpräsentation "Die SPÖ sollte in Opposition gehen, das täte ihr gut" =

 
APA159 5 ID 23.Apr 85
Hainburg/Buchpräsentation
"Die SPÖ sollte in Opposition gehen, das täte ihr gut"
Utl.: Nenning, Meissner-Blau, und Paul Blau bei Buchpräsentation
"Die Schlacht der Bäume" =
Wien (APA) - Die SPÖ sollte in Opposition gehen, das täte ihr
sicher gut. Schließlich hätten auch Regierungsparteien anderer
Staaten die Erfahrung machen müssen, daß regieren "dumm" mache. Mit
diesem schweren Geschütz fuhr das langjährige SP-Mitglied Paul Blau,
Ende der 60er Jahre AZ-Chefredakteur, heute, Dienstag, bei der Prä-
sentation des soeben im Verlag "hannibal" erschienenen Hainburg-
Buches "Die Schlacht der Bäume" in Wien auf. ****
Blau meinte weiters, er habe der Bundesregierung doch ein Kom-
pliment zu machen, denn sie regiere nicht schlechter als die Staats-
führungen anderer Nationen. Blau trat ferner für die Installierung
eines regierungsunabhängigen Bundesumweltanwalts ein und plädierte im
Zusammenhang mit einem Kraftwerksbau bei Hainburg dafür, ein öffent-
liches Klima "in Richtung überlebensstrategien" zu schaffen, um die
Regierung unter Druck zu setzen.
In eine ähnliche Kerbe schlug Freda Meissner-Blau, ebenfalls
Autorin dieses neuen Buches: Für sie sei es "ein großes Fragezei-
chen", ob die Regierung aus den Dezember-Ereignissen in der Stopfen-
reuther Au etwas dazugelernt habe, "das werden wir aber spätestens im
November wissen". Auch werde sie die Arbeit der kürzlich von der
Bundesregierung eingesetzen ökologiekommission sehr genau beobachten,
um feststellen zu können, "was dort passiert und was nicht".
Dr. Günther Nenning, Mitherausgeber des Hainburg-Buches, auch
nach seinem Parteiausschluß optimistisch: "Wir stehen in der Frage
Hainburg am Anfang, auch ich fühle mich persönlich an einem Anfang
stehend." über "Täuschungen" der Kraftwerksbefürworter, die dies
nicht erkennen würden, empfinde er nur eine "boshafte Genugtuung",
denn "die werden schon noch schauen".
Weitere Beiträge des 272 Seiten starken Bandes stammen u.a. von
den Künstlern Arik Brauer, Andre Heller, Peter Henisch, Friedensreich
Hundertwasser, Peter Turrini und Hans Weigel, dem Wiener VP-Stadtdrat
Jörg Mauthe, Nobelpreisträger Konrad Lorenz, dem Umweltwissenschafter
Bernd Lötsch und dem Psychotherapeuten Erwin Ringel.(Schluß)sp/dl/ew

 

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