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10.01.1985 / Meldungs-Nr.: AHI0164 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 131-WI/ID Hainburg/Baufirmen Baufirmen wollen Verlustabgeltung für Hainburg-Ausfall =

 
APA 131-WI/ID
Hainburg/Baufirmen

Baufirmen wollen Verlustabgeltung für Hainburg-Ausfall
Utl.: Kraftwerk Wien kann nicht vorgezogen werden =
Wien, 10.1. (apa) - Die 15 Baufirmen, die in der Arbeitsgemein-
schaft zur Errichtung der Donaukraftwerke Greifenstein und Hainburg .
zusammengeschlossen sind, wollen eine Abgeltung für die Verluste,
die durch den Ausfall des Hainburghaus entstehen dürften. Wie der
Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft und Aufsichtsratsmitglied
der Rella-BaugesmbH, TU-Prof. Dr. Wilhelm Reismann, am Donnerstag im
Gespräch mit der apa erklärte, wird man "noch sehen, wer hier die
Verluste mittragen müsse". Auf bestimmte Schritte wolle man sich
aber noch nicht festlegen. ++++
Die Baufirmen hätten, so Reismann, einen Rechtsanspruch auf
Entschädigung, da sie den Auftrag erhalten haben, zwei Kraftwerke,
nämlich Greifenstein und Hainburg, zu bauen. Insgesamt hat die ARGE
Geräte für 300 Mill. S auf der Baustelle in Greifenstein eingesetzt
für 150 Mill. 5 waren Maschinen speziell für die beiden Kraftwerke
angeschafft worden. Reismann erklärte, daß die Bauausführung von
Greifenstein deshalb sicher für die beteiligten Firmen schwere
Verluste bringe, wenn das zweite zugesagte Kraftwerk nicht gebaut
werden könne. Die Haltung des Geräteparks und der zur Betreuung
notwendigen Belegschaft verursache zudem Kosten in der Höhe von
mehreren Mill. S monatlich.
Von den in Greifenstein beschäftigten 1.200 Arbeitnehmern wurden
im Lauf des letzten Jahres insgesamt 1.000 abgebaut. Bis zum Juni
sollen weitere 100 Mitarbeiter im Zuge der Auflassung der Baustelle
gekündigt werden. Die verbleibenden 100 Mitarbeiter sollen späte-
stens im Oktober zur Gänze abgebaut sein. Die 50 Neueinstellungen
für die Baustelle in Hainburg, die bereits Ennde 1984 erfolgt waren,
wurden ebenfalls wieder rückgängig gemacht.
Das Kraftwerk Wien, das nach Wünschen der Regierung vorgezogen
werden soll, kann nach Ansicht Reismanns nicht vor 1987 in Angriff
genommen werden. Der Bau könne erst beginnen, wenn das Entlastungs-
gerinne fertiggestellt sei und der ARGE-Geschäftsführer kann sich
nicht vorstellen, daß dies schneller als vorgesehen möglich ist.
Über die Zeit nach der Fertigstellung der zwei ausstehenden Do-
naukraftwerke könne man sich jetzt noch nicht äußern, sagte Reismann,
Der Bau von zwei Kraftwerken bedeute Beschäftigung für 10 Jahre.
Prognosen, die darüber hinausgehen, seien unmöglich. Vielleicht
werde man dann große Tunnelprojekte oder Auslandsprojekte in Angriff
nehmen können. Alternativen zum Standort Hainburg sieht er aus
Kosten- und hydrogeologisehen Gründen kaum. Zur Naßbauweise sagte
Reismann, daß sie wahrscheinlich ein Drittel länger dauern und ein
Drittel mehr kosten würde als vorgesehen. (Schluß) eb/me

 

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