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03.01.1985 / Meldungs-Nr.: AHI0227 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 119-ID/WI Hainburg/Gewerkschaft Hainburg 8 apa/3.1. =

 
APA 119-ID/WI
Hainburg/Gewerkschaft
Hainburg 8 apa/3.1.
Utl.: Gewerkschaft erwartet mehr Kündigungen als notwendig =
Der niederösterreichische Arbeiterkammer-Präsident und stell-
vertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Bau- und Holzarbeiter
Josef Hesoun erwartet sich nach der Aufschiebung des Kraftwerksbaus
in Hainburg bei den betroffenen Baufirmen eine höhere Anzahl von
Kündigungen als durch die Situation eigentlich notwendig wäre. Grund
dafür sei, so Hesoun in Gespräch mit der apa, die tiefe Verunsiche-
rung der Betriebe, die ihre vorhandenen Aufträge nun mit stark redu-
ziertem Personal auf längere Zeit zu strecken versuchen werden. ++++
Die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze im Baubereich liegt nach
Ansicht Hesouns zwischen 1.200 und 2.700, insgesamt hätten jedoch
wesentlich mehr Menschen aus dem Bau Vorteile gezogen. Durch die
Nebenwirkungen bei der Baustofferzeugung, der Hortsteinindustrie im
Gewerbe und in der Chemiewirtschaft werden ca. 8.000 bis 9.000
Menschen beschäftigt worden.
Das Präsidium der Gewerkschaft Bau/Holz wird am 7.1. zusammen-
treten, um die Folgen der für morgen angekündigten Regierungs-
erklärung zu Hainburg zu analysieren und das weitere Vorgehen der
Gewerkschaft festzulegen. Von Verhandlungen mit den Umweltschützern
hält Hesoun nichts, da es Sache der Regierung sei zu entscheiden und
man werde dies der Regierung auch weiter überlassen. Die Gewerk-
schaft wolle nur, daß die leute Arbeit haben und daß auch die
Energieversorgung in Zukunft gesichert sei.
Eine Beschäftigung der Bauarbeiter in einem geplanten Sofort-
programm zur Rettung des Waldes kann sich der AK-Präsident nicht
vorstellen. Man könne zwar aus den Bauarbeitern "auch lauter Gärtner
machen, wenn man es zahlt". Dies alles koste abber Geld, das in der
Wirtschaft erarbeitet werden müsse.
Über mögliche Aktionen der Gewerkschaft wollte Hesoun nichts
sagen, man habe bisher "bilderbuchreif gehandelt" und nie gedroht.
Aber wenn es für die Umweltschützer kein etabliertes Recht gebe, so
gebe es dies auch nicht für die Gewerkschaften und gesetzliche
Aktionen müßten auch in Zukunft möglich sein. (Forts.mögl.) eb/pi

 

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