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03.01.1985 / Meldungs-Nr.: AHI0156 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 067-ID Hainburg/WWF Hainburg 1 =

 
APA 067-ID
Hainburg/WWF
Hainburg 1
Utl.: WWF: "Sensationelle Entscheidung bringt ein Jahr Zeitgewinn" =
W I F N , 3.1.(apa) - Als "sensationelle Entscheidung, die nun ein
Jahr Zeitgewinn bringen wird", bezeichnete der Geschäftsführer des
World Wildlife Fund (WWF), Dipl.Ing.Wilfried Wagner, am Donnerstag
bei einer Pressekonferenz die Entscheidung des Verwaltungsgerichts-
hofes. Diese Pause will der WWF dazu nützen, "der österreichischen
Bevölkerung bewußt zu machen, daß der Naturpark Donau-March-Thaya/
Auen eine sinnvolle Alternative zum Kraftwerk Hainburg ist".++++
In der Zwischenzeit wolle der WWF auch "zwei Märchen" zerstören:
Ersten, daß die Au das Kraftwerk braucht, weil sie sonst austrocknen
würde, und zweitens, daß das Kraftwerk Hainburg einen wesentlichen
Beitrag zur Verringerung des Sauren Regens leisten könne. Da das
Flußkraftwerk im Winter nur wenig Energie liefern würde, müßte
kalorische Energie zugesetzt werden. Nach Expertenschätzungen würde
die Emission durch Hainburg nur um etwa zwei bis vier Prozent herab-
gesetzt werden können.
Der Rechtsvertreter des WWF, Dr. Heinrich Wille, widersprach
heute bei der Pressekonferenz Landwirtschaftsminister Dipl.Ing.
Günter Haiden, der erklärt hatte, daß der Verwaltungsgerichtshof nur
aus formalen Gründen den Aufschub verfügt habe. Wille bezeichnete
die Entscheidung als "sehr härten Rüffel für den landwirtschafts-
minister". Dieser habe entweder uninformiert oder wissentlich falsch
entschieden und trage die politische Verantwortung. Auf die Frage,
welche Konsequenzen dies nach sich ziehen könnte, nannte Wille
Stadtrat Fritz Hofmann als Vorbild, der anläßlich des seiner-
zeitigen Einsturzes der Wiener Reichsbrücke zurückgetreten war.
Der Landwirtschaftsminister und die DOKW habeen jetzt nach den
Worten Willes für eine Stellungnahme acht Wochen Zeit. Wenigstens
ein weiteres Monat wird der Verwaltungsgerichtshof zur Entscheidung
brauchen, dies bedeutet aus diesem Titel also auf jeden Fall einen
Aufschub um drei Monate. Da aber gleichzeitig erklärt wurde, daß man
aus Rücksichtnahme auf die Tierwelt erst wieder im Winter 1985/86
Roden könne, ergibt das einen Zeitraum von einem Jahr.(Forts.)
ha/si/kg

 

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