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10.12.1984 / Meldungs-Nr.: AHI0183 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 109-ID Hainburg/Umwelt Hainburg heute 2 apa/10.12. =

 
APA 109-ID
Hainburg/Umwelt
Hainburg heute 2 apa/10.12.
Utl: DoKw-Kobilka: Sollten Umweltschützer nicht abziehen, muß
Exekutive eingreifen =
DoKw-Direktor Dr. Josef Kobilka erklärte Montag mittag in einem
Hörfunk-Interview, daß heute in der Hainburger Au mit umfangreichen
Schlägerungen vor allem für den notwendigen Wildzaun begonnen werden
sollte. Etwa 50 bis 60 Arbeiten haben den Auftrag bekommen, diese
Schlägerungsarbeiten vorzunehmen, werden aber von den Umwelt-
Schützern daran gehindert. Sollten diese Umweltschützer nicht
abziehen, werde die Exekutive eingreifen müssen, denn, so Kobilka,
die Dokw könne sich ja ihr Recht nicht selbst verschaffen. Laut
Kobilka waren zu Mittag Gespräche mit der Gendarmerie im Gang. ++++
Der DoKw-Direktor betonte aber in dem Interview die Bereitschaft
noch abzuwarten bzw. nach anderen Zufahrtswegen, also Umgehungen, zu
suchen.
Wie von Augenzeugen zu erfahren war, ist es im Augebiet bis
Montag mittag zu keinen Ausschreitungen gekommen. Die Gendarmerie
hielt sich im Hintergrund, die Hainburg-Gegner hatten die
Zufahrtswege in die Au verstellt. Einige Arbeiter kritisierten die
Umweltschützer, weil diese sie an ihrer Arbeit hinderten: "Wir
bekommen nichts bezahlt, wenn wir nicht schlägern".
Zwtl: KP solidarisch mit Hainburg-Gegnern
Stellvertretend für die KPÖ bekräftigte Dr. Gertraud Kermani, die
Verantwortliche für die Wiener Kommunalpolitik, heute den Standpunkt
der Kommunisten: Die KP lehne den derzeit geplanten Standort ab und
trete für ein Gemeinschaftskraftwerk mit der CSSR bei Wolfsthal-
Bratislava ein. "Es ist daher nur logisch", sagte Kermani, "daß auch
wir die Schlägerungen im Auwald abwehren wollen." Die KPÖ erkläre
sich solidarisch "im Kampf gegen den Standort Hainburg". Diee
Entscheidungen Brezovszkys und Haidens bedeuteten einen "Abbau von
Demokratie". (Forts.mgl) sl/cm/ew

 

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