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07.12.1984 / Meldungs-Nr.: AHI0196 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 113-ID Brezovszky: Alles über Hainburg 5 apa/7.12. Utl.: Auflagen und Empfehlungen = =

 
APA 113-ID
Brezovszky: Alles über Hainburg 5 apa/7.12.
Utl.: Auflagen und Empfehlungen =
Gutachten Nummer 7 (Naturschutzdirektor Hofrat Prof. Dr. Harald
Schweiger): ++++
"Beim Amt der nö. Landesregierung (Naturschutzbehörde) ist eine
aus einschlägigen Wissenschaftern und Fachleuten eingesetzte -
Kommission einzurichten, welche die Einhaltung und Durchführung der
naturschutzbehördlichen Auflagen überwacht, bei den noch zu erstel-
lenden Detailprojekten fachliche Unterlagen beistellt und im übrigen,
wenn nötig, noch weitere Auflagen erteilt."
Gutachten Nummer 8: (Dipl.Ing Hermann Margl):
Hargl legt Auszüge aus dem Buch "Grüne Wildnis am großen Strom,
die Donauauen" von Prof. Elfrune Wendelberger bei. Darin heißt es:
"Demgegenüber werden die Unteren Donauauen von den Bundesforsten
noch immer nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten verwaltet.
Unter Einsatz von spektakulären und teuren Maschinen werden
Plantagen angelegt, die mit Auwald nur mehr wenig zu tun haben und
an der Substanz dieser ursprünglichen Gebiete zehren. Gerade weil
diese Auwälder öffentliches Eigentum sind, müßte es im künftigen
Nationalpark am ehesten möglich sein, das langfristige öffentliche
Interesse an der Erhaltung dieser Aulandschaft vor das kurzfristige
materielle eines möglicherweise momentanen Mehrertrages zu stellen.
Gutachten Nummer 9 (Dr. F. Borowiczeny):
"Bei der Variante Hainburg erfolgt im neuen Donaubett nördlich
von Deutsch-Altenburg ein Aufstau. Die hydraulischen Verhältnisse
können durch den geplanten Altarm (derzeitige Donauau) in dem
jetzigen Zustand gehalten werden. Beim Bau des Kraftwerkes muß die
Baugrube abgedichtet werden, so daß die Zuflüsse ein Minimum
erreichen."
Gutachten Nummer 10 (Univ.Prof. Dr. Hans Steiner):
"Diie Flußau gilt nicht nur als eine der üppigsten europäischen
Lebensräume, sie ist auch bereits fast völlig vernichtet, da sie in
ihrer ökologischen Eigenart nur in der Verbindung mit dem Fließ-
gewässer überleben kann. Die vom Bau des Kraftwerkes Hainburg direkt
und indirekt zu erwartenden Verluste betreffen Tiergruppen, die zum
Teil sonst keine Rückzugs räume mehr besitzen".(Forts.) ne/hh

 

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