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22.12.1983 / Meldungs-Nr.: AHI0201 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 163-ID Hainburg bevorzugter Wasserbau 2 apa/22.12. Utl.: Oberste Wasserrechtsbehörde erließ Bescheid = =

 
APA 163-ID
Hainburg bevorzugter Wasserbau 2 apa/22.12.
Utl.: Oberste Wasserrechtsbehörde erließ Bescheid =
Landwirtschaftsminister Dipl.Ing. Günter Haiden hat für die
Oberste Wasserrechtsbehörde mit Bescheid von heute, Donnerstag,
das Kraftwerk Hainburg wie erwartet zum bevorzugten Wasserbau,
erklärt.++++
In der Begründung des Bescheides heißt es, das Kraftwerk liege im
besonderen Interesse der österreichischen Volswirtschaft. Durch die
Erklärung zum bevorzugten Wasserbau wird eine beschleunigte
Abwicklung allfälliger Enteignungs- und Entschädigungsverfahren
ermöglicht. Gleichzeitig wird sichergestellt, daß durch Einsprüche
der Anrainer der Baufortschritt nicht gehemmt werden kann.
Mit der Erklärung zum bevorzugten Wasserbau ist allerdings noch
kein grünes Licht für den Bau des Kraftwerkes gegeben. Dieses kann
erst nach dem wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren erfolgen. Dem
Bewilligungsverfahren hat eine Unbedenklichkeitserklärung der
niederösterreichischen Landesregierung als zuständiger Naturschutzbehörde
vorauszugehen.
Minister Haiden erklärte, daß der Bescheid folgende Auflagen für
die Dokw enthält:
- Vorliegen der naturschutzrechtlichen Bewilligungen des Landes
Niederösterreich.
- Deponierung des Aushubmaterials außerhalb des Augebietes, wodurch
160 ha Auwald erhalten bleiben.
- Landschaftspflegende Begleitmaßnahmen sind in jedem Stadium der
Bauführung vorzunehmen.
- Weitestgehende Reduzierung der Auwaldinanspruchnahme durch
Verlegung von Kraftwerk und neuem Flußbett zum derzeitigen Flußbett
hin, wobei die Aufschüttung im Kraftwerksbereich ein Ausmaß von 50
ha nicht überschreiten darf.
- Begleitmaßnahmen im Interesse des Auwaldes (Dotierung, Gießgang,
Aktivierung von Altarmen, Einbau von Schwellen in Gerinnen, Führrung
der Schwechat im Aubereich zwischen Überströmstrecken etc.).
- Schutz der ökologisch wertvollen Aubereiche vor nachteiligen
Einflüssen bei Bau und Betrieb des Krafrwerkes, insbesondere durch
technische Maßnahmen, die vor Baubeginn zu treffen sind.
- Verlegung des Marchfeldschutzdammes an den nördlichen Rand des
Auwaldes. (Schluß) ha/wi

 

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