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08.09.1983 / Meldungs-Nr.: AHI0171 / Ressort: Chronik&Kultur (CI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 199-CH/ID CHRONIK / UMWELT Hainburg: Donaukraftwerke kontra WWF 1 =

 
APA 199-CH/ID
CHRONIK / UMWELT
Hainburg: Donaukraftwerke kontra WWF 1
Utl: "Behauptungen der Naturschützer unrichtig" =
WIEN , 8.9. (apa) - Die von Vertretern des World Wildlifd Fund
(WWF) am vergangenen Dienstag gestartete Kampagne gegen das
Donaukraftwerksprojekt Hainburg arbeite mit unrichtigen Zahlen und
Behauptungen. Mit dieser Feststellung reagierte die österrehchische
Donaukraftwerke AG. (DOKW) heute, Donnerstag, auf die Naturschützer.
Der WWF habe bisher offensichtlich seine Informatioen nur durch
Kraftwerksgegner bezogen und keine direkten Gespräche mit der
Kraftwerksgesellschaft geführt. ++++
Es müsse richtig gestellt werden, daß die Auen zwischen Wien und
Hainburg keineswegs die einzigen großräumigen und urtümlichen
Auwälder Mitteleuropas an der Donau seien, heißt es. Die Größe der
Auwälder betrage rund 8.300 Hektar. Demgegenüber umfasse das
Augebiet im nördlicher Tullnerfeld zwischen Altenwörth und
Korneuburg eine Fläche von mehr als 10.000 Hektar. Absolut falsch
sei weiters, daß von der genannten Fläche von 8.300 Hektar rund 50
Prozent vernichtet und der Rest der Austrocknung preisgegeben werde.
Die erforderliche Fläche für die Errichtung der Staustufe Hainburg
betrage rund 870 Hektar, demnach 10,5 Prozent der genannten Fläche.
Falsch sei auch, daß die Baustelle bei Hainburg drei Mal so groß
werden soll, wie die derzeitige Baustelle Greifenstein.
Grundsätzlich sei die Flächenbeanspruchung etwa gleich groß. Durch
die notwendige Verlegung des Donaubettes gegenüber von Bad
Deutsch-Altenburg werde ein Flächenmehrbedarf von rund 200 Hektar
erforderlich, dies entspreche einem Mehrbedarf von rund zwei Drittel
und nicht des dreifachen gegenüber Greifenstein.
Es müsse besonders betont werden, daß es durch die projektierten
beggleitenden Maßnahmen nach Kraftwerksfertigstellung für die
verbleibenden rund 90 Prozent Auwaldfläche gegenüber den derzeitigen
Zustand wesentlich günstigere Standortbedingungen erhielten. Durch
die Aktivierung des vorhandenen Alarmsystems und Durchstiche werde
es in Verbindung mit den neu in den Rückstaudämmen vorgesehenen
Bauwerken möglich sein, in Zukunft eine Bewässerung des Auwaldes
durchzuführen. (Forts.) lf/hi

 

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