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06.09.1983 / Meldungs-Nr.: AHI0139 / Ressort: Chronik&Kultur (CI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 075-CH CHRONIK / UMWELT WWF startet Kampagne "Rettet die Auen" 1 =

 
APA 075-CH
CHRONIK / UMWELT
WWF startet Kampagne "Rettet die Auen" 1
Utl: Statt Donaukraftwerk Hainburg Nationalpark Ost realisieren -
Lorenz: "Kämpfe wie ein Löwe" =
WIEN, 6.9. (apa) - Im Osten Österreichs, zwischen Wien und
Hainburg, säumen die letzten großräumigen und urtümlichen Auwälder
Mitteleuropas die Donau. Diese Rückzugsgebiete für viele vom
Aussterben bedrohten Tiere und Planzen sind nun nach Auffassung des
World Wildlife Fund (WWF) durch das Kraftwerksprojekt Hainburg der
"österreichischen Donaukraftwerke AG." selbst akut gefährdet.
Stattdessen sollte der Nationalpark Ost realisiert werden. Die
Auwälder, die in internationalen Naturschutz in einem Atemzug mit
dem Wattenmeer oder den Hohen Tauern genannt werden und in ihrer
Struktur und Artenvielfalt mit den tropischen Regenwäldern
vergleichbar sind, sollen zu rund 50 Prozent total vernichtet und
der Rest der Austrocknung und Degradierung preisgegeben werden,
fürchtet der WWF. Deshalb soll eine Kampagne "Rettet die Auen
gestartet werden". ++++
"Wenn das von Österreich 1982 unterzeichnete UNESCO-Abkommen von
Ramsar, das Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler
Bedeutung, und das niederösterreichische Naturschutzgesetz kein
Fetzen Papier bleiben sollen, dann darf Hainburg einfach nicht
gebaut werden." Das deponierte Univ.Doz.Dr. Bernd Lötsch (Institut
für Umweltwissenschaften und Naturschutz) dieser Tage bei einer
Informationstour für die internationale Presse. Organisiert wurde
die Besichtigung vor Ort gemeinsam von World Wildlife Fund (WWF),
vom "österreichischen Naturschutzbund" und der "österreichischen
Gesellschaft für Natur- und Umweltschutz". (ÖGNU).
Nobelpreisträger Prof.DDr. Konrad Lorenz, der bisher den
Donaukraftweken im Gegensatz zur Atomenergiie nicht unbedingt
ablehnend gegenübergestanden war, bekräftigte jetzt seine Absicht,
die Aulandschaft gegen eine "wildgewordene und wertblinde Industrie"
wie "ein Löwe" verteidigen zu wollen. "Ich bin zutiefst davon
überzeugt", so der Wissenschafter, "daß Österreich die in diesem
Kraftwerk erzeugte elektrische Energie absolut nicht braucht.
(Forts.) fm/da/hi

 

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