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15.08.1983 / Meldungs-Nr.: AHI0130 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 051-ID Parteienstreit um Donaukraftwerk Hainburg Utl.: Wochenzusammenfassung = =

 
APA 051-ID
Parteienstreit um Donaukraftwerk Hainburg
Utl.: Wochenzusammenfassung =
WIEN, 15.8. (apa) - Der Streit um den Bau des Donaukraftwerkes
Hainburg in Niederösterreich war in der vergangenen Woche das beherrschende
innenpolitische Thema. Während die SP-FP-Regierung vor
einer politischen Entscheidung noch das Ergebnis der zusätzlich angeforderten
Expertengutachten bezüglich der Heilquellen von Deutsch-Altenburg
abwarten will, tritt die ÖVP für eine Vorziehung der Staustufe
Wien und damit Rückstellung des Hainburg-Projektes ein. Auch
die eventuelle Einleitung eines Volksbegehrens wurde bereits angekündigt.
Inzwischen wurde das Thema noch um einen neuen Streitpunkt,
nämlich die ebenfalls geplante Staustufe Wachau, erweitert. ++++
Angeheizt worden war die Diskussion durch eine Erklärung von ÖGB-Präsident
Anton Benya, der dafür eintrat in Abständen von jeweils
drei Jahren ein neues Donaukraftwerk zu bauen, wobei auf Hainburg
Wien folgen sollte und anschließend die Wachau. Bei Hainburg geht es
laut Benya nicht mehr um die Frage, ob dieses Kraftwerk entstehen
soll, sondern nur mehr um den Standort, da die Heilquellen von
Deutsch-Altenburg nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürften.
Benya trat in diesem Zusammenhang neuerlich für die Inbetriebnahme
des Atomkraftwerkes Zwentendorf ein und sagte, daß sich Österreich
schön langsam "international lächerlich" mache, wenn es sein Kraftwerk
stehen lasse. Gegen diesen Standpunkt, dem sich auch Vizekanzler
und Handelsminister Dr.Norbert Steger anschloß, erhoben
sofort der NÖ Landeshauptmann Siegfried Ludwig und der Landesobmann
der NÖ-FPÖ. Dr.Harald Ofner, Protest. Ihrer Ansicht nach dürfe
auf keinen Fall die Wachau durch ein Kraftwerk "verschandelt" werden.
Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wird das Kraftwerk Hainburg,
wie zuletzt auch Landwirtschaftsminister Dipl.Ing.Günther Haiden
versicherte, gebaut. Offen ist nur noch der genaue Standort zur
möglichsten Schonung der Auwälder sowie der Heilquellen und die
Frage, ob Naßbauweise oder Trockenbauweise. (Schluß) mt/fi

 

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