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23.10.1978 / Meldungs-Nr.: AHI0140 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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apa 163-id eilt um das schicksal zwentendorfs - zusammenfassung serie kernenergie 1 =

 
apa 163-id
eilt
um das schicksal zwentendorfs - zusammenfassung serie kernenergie 1
utl: kontroverse wird immer heftiger ++++=
wien, 23.lO. (apa) - die flut der erklärungen und
gegenerklärungen zur volksabstimmung über die kernenergie in
österreich im allgemeinen und das schicksal des kraftwerks
zwentendorf im besonderen schwillt von tag zu tag an, wobei
gleichzeitig der ton der auseinandersetzung immer schärfer
akzentuiert wird.
heute meldeten sich u.a. der bundeskanzler, der handelsminister,
die parteiobleute der volkspartei und der freiheitlichen, die
handelskammer, vp-gesundheitssprecher dr. günther wiesinger,
sp-energiesprecher dr. kurt heindl, das komitee für zwentendorf mit
einem symposion "atomangst" und eine gegen die kernkraft
eingestellte ärztegruppe zu wort.
dr. bruno kreisky gab bekannt, dass im ministerrat die schaffung
einer reaktorsicherheitskommission beschlossen wurde. er erklärte
ferner, die bevorstehende volksabstimmung sei ausschliesslich als
votum über die energiepolitik der regierung zu sehen. es sei die
opposition, die daraus ein politisches thema gemacht habe. er könne
nur wiederholen, dass zwentendorf auch bei einem positiven ausgang
der volksabstimmung erst in betrieb genommen werden würde, sobald
alle sicherheitsmassnahmen getroffen sind.
dr. josef staribacher sagte, sollte die volksabstimmung mit nein
ausgehen, würde er zwentendorf einmotten lassen, weil jede andere
lösung falsch wäre. die kosten des atomstroms bezifferte
staribacher mit 40,5 und selbst im ungünstigsten fall nur mit 50
groschen pro kilowattstunde, wogegen die övp eine rechnung
aufstellte, aus der sich kosten von 70 groschen ergeben. der
handelsminister beschäftigte sich in seinem pressegespräch auch
miit der frage des cogema-vertrags und meinte, sollten die usa ihre
zustimmung verweigern, müsste man neu verhandeln. als beste lösung
erschiene ihm, dass die usa überhaupt die endlagerung übernehmen.
(forts) m1/si+

 

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