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07.06.1978 / Meldungs-Nr.: AHI0300 / Ressort: Sonderdienste (SD) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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apa 274-sd (wm 30- 7.6.} ein fussballtraum wurde wahrheit 2=++++ =

 
apa 274-sd
(wm 30- 7.6.}
ein fussballtraum wurde wahrheit 2=++++
und angesichts einer derart starken mannschaftsleistung , einer
darartigen spielerischen, technischen überlegenheit, einer derart
evidenten spielerischen intelligenz fällt es schwer, einzelne
spieler hervorzuheben, die natürlich auch reichlich vorgekommenen
fehler aufzuzeigen. dennoch, man muss einfach loben,
weltklassespieler wie bruno pezzey, herbert prohaska, robert sara,
einen hans krankl, der zwar seine erste ganz grosse chance völlig
verhaute, der aber plötzlich nicht nur die anzuspielende
sturmspitze, sondern ein durchaus wertvoller "mit-spieler" war, der
selbst zweikämpfe herausforderte, sie auch gewann und die
schwedische abwehr unter druck hielt. immer zog er zwei mann an sich,
sodass einmal für kreuz, dann wieder für jara oder pezzey der weg
frei war.
es wurde präzise, schnell oder langsam, je nach der situation
gespielt, und wenn es auch bei einigen ein wenig zuviel fehlpasses
gab, etwa jara, in seiner schöpferischen pause auch bei prohaska,
sofort sprangen die anderen ein, der einsatz war beispiellos, immer
wieder tauchten zwei,drei mann im weiss-schwarzen dress vor den
schweden auf, störten abspiel oder ballannahme und was man an
klassisch elegantem tackling etwa von pezzey und sara sah, von einem
superschnellen libero wie obermayer an gekonnten hineingleiten und
ruhigem abspiel, an ganz trockenem klären etwa von breitenberger,
das konnte selbst den abgebrühten, verwöhnten routinier begeistern.
koncilia stets auf dem posten, die vorderleute dirigierend, diese
glänzende elastische abwehr , die mit dem diesmal defensiver
konzipierten mittelfeld - krieger hielt sich da bis zu seiner
verlettzung tadellos - prächtig harmonierte und den von den
argentiniern, und nicht nur von diesen bewunderten
"österreichischen riegel" voll zur wirkung brachte. und dann das
von mittelfeld und auch von der abwehr (sara, pezzey, breitenberger)
immer wieder hervorragend unterstützte angriffsduo krankl und kreuz,
die ohne jeden vorbehalt kämpften, hellström bange minuten
bereiteten und nur nicht jenes glück hatten, das ihrer leistung
gemäss gewesen wäre.
und da waren die schweden, äusserst vorsichtig trotz der
früheren guten erfahrungen mit dem gegner. aby ericsson hatte seine
spieler gut eingestellt, sie liessen sich lange zeit kaum in den
massierten angriff locken, zu gross der respekt vor den
gefürchteten konterschlägen. aber nach dem 1:0 - der elfer war ein
ganz klarer fall - mussten sie kommen. sie taten es, ericsson
brachte edström ins spiel, aber der einstige alptraum der
österreicher verlor gegen pezzey jedes kopfballduell, die serie
rollender angriffe ging schliesslich vorbei, österreich griff an
und schweden kam noch glücklich davon. (khs) (fortsetzung).

 

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