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03.06.1978 / Meldungs-Nr.: AHI0210 / Ressort: Sonderdienste (SD) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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apa 177-sd (wm 28 - 3.6.) österreich - spanien 12 =++++ =

 
apa 177-sd
(wm 28 - 3.6.)
österreich - spanien 12 =++++
bester und erfolgreichster mittelfeldspieler war willi kreuz, der
enorm viel lief, keinem zweikampf aus dem weg ging und diesmal auch
spielerisch nicht enttäuschte. herbert prohaska vermochte diesmal
nicht die dominierende rolle wie sonst zu spielen, der austrianer
hatte aber dennoch, vor allem nach der pause, grosse szenen. kurt
jara kam im finish besser als vorher zur geltung, während
hickersberger seine verletzungsbedingte pause noch anzumerken war.
weber fügte sich gut in die mannschaft, profitierte allerdings auch
vom konditionellen ruckfall der spanier. im angriff war schachner
eine stunde gefährlicher als krankl, sein tor war sehenswert, der
donawitzer war der einzige österreicher, der den gegnern
hinsichtlich schnelligkeit zumindest ebenbürtig war. sein manko ist
bekannt: technische mängel. hans krankl demonstrierte lange zeit
seine international gesehen bekannten schwächen ...keine
explosivität. dem rapidler fehlte im entscheidenden moment mehrmals
die nötige spritzigkeit, sodass der gegner noch rechtzeitig
eingreifen konnte. immerhin hatte der rapidler nach der pause
mehrere gute szenen und schoss das siegestor. pirkner fiel in den
letzten zehn minuten nicht mehr sonderlich auf.
die spanier waren individuell technisch besser, schneller,
beweglicher, im abschluss haperte es aber dann -zum glück- gewaltig.
miguel angel trifft an den toren keine schuld, seine vorderleute
hatten aber mit den angriffen der österreicher oft ihre liebe not.
sehr gut marcelino in der offensive, pirri hingegen vermochte dem
spiel nur selten impulse zu geben. das mittelfeld mit asensi als
mittelpunkt spielte recht wirkungsvoll, fiel aber nach der pause
völlig zurück. leal brachte fuür kurze zeit frischen wind in das
spiel.angriffsspitze ruben cano war stets gefährlich, auch der
etwas zurückgezogen agierende, gefinkelte dani war schwer zu
bremsen.
rexach bereitete einige szenen gut vor, der abschluss war diesmal
nicht seine sache.
die nachbarschaft von ungarn zu österreich wurde einem bei der
leistung von schiedsrichter karoly palotai bewusst. der magyar war
den österreichern gut gesinnt, zumindest machte er sich in dem
alles in allem fairen spiel mehr die mitteleuropäische
regelauffassung zueigen.
österreich sorgte mit dem 2:1 nicht nur für eine überraschung,
sondern beendete auch eine sere. prohaska,sara und co waren die
erste mannschaft, die bei dieser wm das erste tor schossen und dann
auch als sieger das spielfeld verliessen.(mm) (forts.)

 

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