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03.06.1978 / Meldungs-Nr.: AHI0203 / Ressort: Sonderdienste (SD) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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apa 162-ad (wm 22 - 3.6.) österreichs "rückkehr aus der vergangenheit" erfolgreich 1=++++ =

 
apa 162-ad
(wm 22 - 3.6.)
österreichs "rückkehr aus der vergangenheit" erfolgreich 1=++++
oesterreichs fussballauswahl, als das team, das aus der
vergangenheit zurückkehrte, apostrophiert, landete am ersten
spieltag der gruppen drei und vier im velez sarsfield stadion in
buenos aires einen harterkämpften, aber letztlich auf grund der
grösseren entschlossenheit und der überlegenheit in der letzten
halben stunde verdienten erfolg über das favorisierte ensemble
spaniens, und ebenso sensationell, wie vielen dieser sieg dünken
mochte, war es wohl, dass die österreicher immer wieder beifall auf
offener szene erhielten, wenn ihnen eine schöne aktion gelang. dass
sich der anlass dazu nach der pause häufte, lag einerseits an der
erstaunlichen kampfkraft dieser mannschaft und auch daran, dass die
iberier nach langem, vergeblichem ansturm nach einer stunde mit
ihren kräften bereits haushalten mussten. ihre dynamik, ihre
grössere schnelligkeit am ball, waren verschwunden, der
balltechnische vorteil fiel immer weniger ins gewicht und als die
ganz in weiss spielenden schützlinge von helmut senekowitsch
merkten, dass der gegner angeschlagen war, da legten sie plötzlich
die rolle des aussenseiters ab, es wurde clever, professionell
gespielt, man sah, welche qualitäten in dieser truppe stecken und
immer wieder gab es applaus, wenn im mittelfeld eine fussballschau,
nüchterner, aber dennoch eleganter art abgezogen wurde.
kein zweifel, dieses team war bestens eingestellt, der krach um
senekowitsch und merkel hatte keine merklichen auswirkungen, und
wenn es auch viele schwächen gab - es wäre toericht, sie zu
übersehen - letztlich zählte das ergebnis und das war ebenso knapp
wie eindeutig.
die spanier begannen wie erwartet mit einem dauerdruck, der
allerdings nicht ganz so eindrucksvoll war wie jener der argentinier
gegen ungarn. als dann walter schachner mit einem husarenstück den
gegner schwer traf, begann man erstmals an die chance zu glauben.
die spanier legten aber dann zu, im strafraum der österreicher ging
es turbulent zu, der ausgleich in der 22. minute war durchaus
logisch, ein 1:2 schien mehrere male unvermeidlich, vor allem , da
der gegner an der rechten flanke einfach zu viel freien raum hatte,
doch mit können, glück und letztem einsatz ging diese drangperiode
zu ende, unterbrochen von einigen österreichischen kontern, die
eine deutliche warnung für miguel angel und seine vorderleute waren.
ausgerechnet hans krankl, dem in vielen aktionen dynamik und
spritzigkeit fehlten und der viel schuldig geblieben war, gelang der
siegestreffer und die art, in der die österreicher dann die
restlichen 13 minuten clever, "cool" und dabei wiederholt
gefährlich attackierend, überstanden, war imponierend.(khs)
(fortsetzung)

 

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