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21.06.1978 / Meldungs-Nr.: AHI0327 / Ressort: Sonderdienste (SD) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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apa 301-sd (wm 43 - 21.6.) was die anderen sagten 2=++++ =

 
apa 301-sd
(wm 43 - 21.6.)
was die anderen sagten 2=++++
"es gibt eine gewisse gerechtigkeit im fussball", beginnt der
kommentar der agence france presse zum spiel österreich-deutschland.
"deutschland, das seinen titel als fussballweltmeister gegen den
titel eines weltmeisters im unentschieden-spielen tauschen wollte,
erhielt zum ausscheiden aus der wm eine ohrfeige. österreich und
sein goalgetter hans krankl beendeten die schwachen hoffnungen
deutschlands. in einem spiel, das vor allem in dem ständigen
situationswechsel seine verdienste hatte, schlugen die österreicher
schliesslich eine deutsche mannschaft ohne moral, die vom
eröffnungsspiel an nicht aufgehört hatte, zu enttäuschen".
die ddr-agentur "adn" schrieb u.a. "....schon in der ersten
halbzeit bestimmte der aussenseiter über weite strecken das
geschehen. die 1:0 pausenführung.... stellte den spielverlauf
weitgehend auf den kopf. die besseren und zahlreicheren chancen
hatten schon zu diesem zeitpunkt die schützlinge von trainer
senekowitsch. auch nach dem wechsel verfügten die ohne pluspunkt in
das abschlusstreffen gegangenen österreicher über die grösseren
spielanteile."
howard whitten, reuter, meinte "deutschland wurde als weltmeister
entthront, als es nach vier jahren an der spitze vom kleinen
nachbarn österreich 3:2 gedemütigt wurde. die mittelmässigen
deutschen wirkten in keiner phase hier wie ein weltmeisterteam, aber
es war doppelt verheerend, als ihnen österreichs striker hans
krankl mit seinem siegestor in der 88. minute die erste niederlage
zufügte".
dpa-sportchef günter deister schrieb" die optimisten hatte auf
eine erneute endspielteilnahme gehofft. die pessimisten fürchteten,
der weltmeister könnte in der zweiten finalrunde sang- und klanglos
untergehen. nun also ist die deutsche nationalmannschaft aus dem wm
turnier 78 ausgeschieden, und ihr ist zu bescheinigen: sie hat auch
die realistischen erwartungen nicht erfüllt...dass der entthronte
weltmeister in argentinien nicht noch tiefer stürzte, sondern auch
weiterhin zum grösseren kreis der weltbesten mannschaften zu
zählen ist, liegt an der allgemeinen stagnation im weltfussball.
argentinien erlebt eine weltmeisterschaft des mittelmasses. (khs)
(forts.)

 

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