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21.06.1978 / Meldungs-Nr.: AHI0317 / Ressort: Sonderdienste (SD) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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apa 285-sd (wm 34 - 21.6.) als sieger kehren sie heim 2=++++ =

 
apa 285-sd
(wm 34 - 21.6.)
als sieger kehren sie heim 2=++++
als gag hatte sich eine kurverwaltung in kärnten ein telegramm
an österreichs team und helmut senekowitsch gedacht, in dem aus
gründen des fremdenverkehrs gebeten wurde, als der deutschen
liebstes urlaubsziel den gegner nicht allzu arg zu bedrängen und
fremdenverkehrsfreundlich zu spielen. die abwehr hielt sich - etwa
beim ersten verlusttor und dann noch in einigen weiteren szenen an
diese parole der fremdenverkehrsfreundlichkeit, doch die mannschaft,
die wieder sehr clever und trotz diverser fehler überzeugend
spielte, liess dann alle rücksichten auf den fremdenverkehr fallen
und hans krankl schoss schliesslich den weltmeister k.o.
es war für die deutschen sicher eine bittere pille, sie waren,
obwohl durch die tordifferenz noch vor österreich placiert, die
einzige in der zwischenrunde sieglose mannschaft, deren bilanz mit
vier unentschieden, dem 6:0 gegen mexiko und dem 2:3 gegen
österreich bescheiden war. erstmals seit 1962 stand deutschland in
einer wm oder em nicht unter den letzten vier, trauriger abschied
für helmut schön. ein grossartiger für helmut senekowitsch aber,
falls er österreich oder zumindest den öfb wirklich verlässt.
für die deutschen war es schon bitter, als schon vor der pause
laute rufe von den tribünen ertönten "bonhof raus". und dies,
obwohl der mittelfeldspieler zumindest mit seinen freistössen eine
echte gefahr für die rotweissroten war. dass dietz dann unmittelbar
vor schluss noch einmal eine hundertprozentige chance vergab, die
sich eine deutsche elf in normalform nie hätte entgehen lassen,
zeigt, dass die wm-equipe 1978 des titelverteidigers mit jener des
weltmeisters 1974 jeden vergleich zu scheuen hatte. diesmal
triumpphierte endlich die fussballerische logik, denn rein
spielerisch hätte österreich ja schon vor der pause führen
müssen. das team spielte ruhiger, wirkte gechlossener und
dynamischer und vor allem im aufbau und im angriff wurde präzise
und mit viel druck gespielt, dem die deutsche abwehr nur mit viel
glück solange standhielt.
(khs) (fortsetzung)

 

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