Dossiers aus  Innenpolitik  Aussenpolitik  Wirtschaft  Sport  Chronik&Kultur  Kurioses  Alle Dossiers Suche
18.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0143 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

 Druckversion    Original-Meldung

i 163 - e "versäumnisse, aber keine schuld der gemeinde" 2 apa/18.8. "hauptuntersuchung"mitte juli 1976 in auftrag gegeben =

 
i 163 - e
"versäumnisse, aber keine schuld der gemeinde" 2 apa/18.8.
"hauptuntersuchung"mitte juli 1976 in auftrag gegeben
am 9.april 1976 erliess der leiter der ma 29 eine neue dienstanweisung,
die nicht nur für die werkmeister, sondern auch für
die höheren organe die vorgangsweise bei prüfungen genau vorschreibt.
der erhaltungszustand der brücken ist in einer kartei
nach den noten 1 (gut), 2 (mittelmässig) und 3 (schlecht) zu bewerten.
die prüfung durch den werkmeister ist monatlich vorgeschrieben,
eine detaillierte prüfung hat jährich zu erfolgen
und eine "hauptprüfung" alle zehn jahre.
lt. dem bericht des kontrollamtes dauerte die monatliche überprüfung
der reichsbrücke jeweils 14 bis 19 stunden und umfasste
alle teile.
ende 1975 wies die ma 29 in einem bericht an den zuständigen
stadtrat auf den schlechten zustand der reichsbrücke hin und
verlangte eine generalinstandsetzung. vorausxetzung dafür sollte
eine hauptuntersuchung durch eine stahlbaufirma sein. dieser bericht
wurde laut einem aktenvermerk dem zuständigen stadtrat
nicht vorgelegt, es wurde jedoch entschieden,dass eine solche
hauptuntersuchung durch einen ziviltechniker vorgenommen werden
soll und ein dahingehender formeller antrag der ma 29 wurde am
28.juni vom zuständigen gemeinderatsausschuss genehmigt. ein
entsprechender auftrag erging am 13.juli an einen ziviltechniker,
der bereits seit februar vorbereitungen dafür getroffen hatte.
alle mitarbeiter der ma 29 wiesen gegenüber dem kontrollamt
darauf hin, dass keine anzeichen einer gefahr für die brücke
entdeckt werden konnten, stellt der bericht fest. der leiter der
unterabteilung brückenbau habe erklärt, dass aussinterungen sehr
häufig seien, nirgends jedoch festigkeitsveränderungen herbeigeführt
hätten, die zum einsturz eines bauwerks geführt hätten.
er habe ferner erklärt, dass auch weitergehende kontrollen den
einsturz nicht verhindert hätten, weil dieser auf konstruktionsmängel
zurückzuführen sei, die von aussen nicht erkennbar waren.
das kontrollamt kommt somit zu dem schluss, dass die kontrollen
in wien zumindest den gleichen umfang und die gleiche genauigkeit
wie ausserhalb wiens hatten.(forts mgl)ml/sb

 

Dieser Volltext stellt technisch bedingt nicht den Anspruch auf ein exaktes Abbild der Originalmeldung. Der Grund für die mitunter geringe Qualität ist das Alter des Papiers sowie die damals verwendete Kopiertechnik.

Zur Anzeige der Original-Meldung im PDF-Format benötigen sie Adobe Acrobat Reader.

18.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0143 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      
© APA - Austria Presse Agentur / Laimgrubengasse 10, 1060 Wien
25.11.1981: Kardinal Ratzinger wird Präfekt der Gaubenskongregation » 26.11.1985: Gesamter VOEST-Vorstand zurückgetreten » 27.11.1971: Eröffnung der Fußgängerzone in der Wiener Innenstadt »