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18.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0142 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 156 - e "versäumnisse, aber keine schuld der gemeinde" 1 utl.: kontrollamtsbericht über reichsbrückeneinsturz - zusammenfassung =

 
i 156 - e
"versäumnisse, aber keine schuld der gemeinde" 1
utl.: kontrollamtsbericht über reichsbrückeneinsturz - zusammenfassung
wien, 18.8. (apa) -"die gesamten umfangreichen ermittlungen
des kontrollamts waren insbesondere von der zielsetzung getragen,
zu klären, ob das mit der brückenrevision betraute personal
der ma 29 durch unterlassung von pflichten ein verschulden
am einsturz der reichsbrücke trifft. soweit aus den eingehenden
akten und den einvernahmen bei gleichzeitiger würdigung
des ergebnisses des vorläufigen gutachtens des vom bautenministerium
und dem landeshauptmann für wien eingesetzten
expertenkomitees geschlossen werden kann, ist dies trotz der
verschiedenen bemängelungen nicht der fall. ein allenfalls
auf neue ursachen des brückeneinsturzes hinweisendes endgültiges
gutachten des expertenkomitees konnte neuerliche, auf diesen
umstand besonders bedacht nehmende weitere erhebungen erforderlich
machen."
damit schliesst der mittwoch veröffentlichte bericht des
wiener kontrollamtes über den einsturz der reichsbrücke, der
von bürgermeister leopold gratz angefordert worden war.
die untersuchungen des kontrollamtes reichten bis in die zeit
der vorarbeiten für den bau der reichsbrücke, nämlich bis
1933, zurück. damals wurde ein vertrag zwischen dem bund und
der stadt wien geschlossen, dass der bund für die erhaltung der
brücke zuständig sei und nur der von der strassenbahn benutzte
teil in die kompetenz der gemeinde fiele. in der
zweiten republik wurden dann, insbesondere durch ein schreiben
vom 30. dezember 1971, die erhaltungsarbeiten der stadt wien
übertragen, doch wurde es verabsäumt, in einer gemeinsamen
begehung mit dem bautenministerium die übernahme durch die
gemeinde formell zu bekunden.
während es keine vorschriften der bundesstellen über
brückenkontrollen gebe, seien solche im bereich der stadt
wien erlassen worden. gemäss bestimmungen, die 1955 erlassen
wurden und bis märz 1976 galten, hatten sich periodisch
durchzuführende brückenrevisionen durch werkmeister auf sämtliche
brückenteile zu erstrecken. vorgeschrieben war, selbst
unscheinbare mängel zu beachten und auch die deckschicht abzuklopfen
bzw. eventuell zu entfernen. (forts.)+sk+

 

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