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18.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0132 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 123 - reichsbrücken-bericht 5 apa/18.8. am 1. märz d.j., heisst es in dem kontrollamtsbericht weiter, habe die ma 29 ein" entsprechendes ansuchen an den stadtrat gerichtet". =

 
i 123 - reichsbrücken-bericht 5 apa/18.8.
am 1. märz d.j., heisst es in dem kontrollamtsbericht weiter,
habe die ma 29 ein" entsprechendes ansuchen an den stadtrat gerichtet".
die vorgenehmigung durch den stadtrat sei am 30. märz,
also etwa vier wochen später, erfolgt. am 23. april seien in einem
förmlichen antrag die gesamtkosten mit 4OO.OOO schilling beziffert
worden, am 23. juni und am 28. juni sei die genehmigung durch den
zuständigen gemeinderatsausschuss erfolgt. am 13. juli sei ein
ziviltechniker beauftragt worden, der allerdings schon aufgrund
seines angebotes seit februar die vorbereitenden arbeiten durchgeführt
hatte.
von allen mitarbeitern der ma 29 wurde gegenüber dem kontrollamt
darauf hingewiesen, dass keine anzeichen dafür entdeckt
werden konnten, dass etwa die standfestigkeit der brücke gefährdet
sein könnte. der leiter der unterabteilung brückenbau habe darauf
verwiesen, dass aussinterungen bei massivbauwerken sehr häufig seien
und weder im inland noch im ausland zu festigkeitsveränderungen
geführt hätten, deren folge dann etwa der einsturz eines solchen
bauwerkes gewesen wäre. der experte vertrat die auffassung, dass
auch weitergehende kontrollen den einsturz nicht verhindert hätten,
weil der einsturz auf von aussen nicht erkennbare konstruktionsmängel
zurückzuführen sei. das kontrollamt kommt am ende seines
berichtes zum schluss, dass die kontrolle in wien zumindest den
gleichen umfang und die gleiche genauigkelt hatte, wie kontrollen
ausserhalb wiens.
dazu heisst es wörtlich: "abschliessend ist festzustellen,
dass die gesamten umfangreichen ermittlungen des kontrollamtes
insbesondere von der zielsetzung getragen waren, zu klären, ob
das mit der brückenrevision betraute personal der ma 29 durch unterlassung
von pflichten ein verschulden am einsturz der reichsbrücke
trifft. soweit aus den eingehenden akt und den einvernahmen
bei gleichzeitiger würdigung des ergebnisses des vorläufigen gutachtens
des vom bundesminister für bauten und technik und des landeshauptmannes
von wien eingesetzten expertenkomitees geschlossen
werden kann, ist dies trotz der verschiedenen bemängelungen
nicht der fall. ein allenfalls auf neue ursachen des brückeneinsturzes
hinweisendes endgültiges gutachten des expertenkomitees
könnte neuerliche, auf diesen umstand besonders bedacht nehmende
weitere erhebungen erforderlich machen", schliesst das kontrollamt
seinen bericht.(forts.mgl.)+gn

 

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