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18.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0129 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 117 - gesperrt bis freigabe +++++ reichsbrücken-bericht 3 apa/18.8. der leiter der ma 29, hat am 9. april d.j. eine neue dienstanweisung =

 
i 117 - gesperrt bis freigabe +++++
reichsbrücken-bericht 3 apa/18.8.
der leiter der ma 29, hat am 9. april d.j. eine neue dienstanweisung
erlassen - heisst es in dem kontrollamtsbericht weiter - in der
die alte vorschrift aufgehoben wurde. diese neue anweisung erhält
nicht nur für den werkmeister, sondern auch für die höheren organe
genaue bestimmungen für die kontrollen. "danach sind in
einer brückenkartei alle äusserlich sichtbaren mängel zu vermerken.
der erhaltungszustand wird nach den noten eins (gut), zwei (mittelmässig)
und drei (schlecht) bewertet." bei "zwei" oder
"drei" sind nach diesen anweisungen die zuständigen gebietsreferenten
zu informieren. die kartei muss ausserdem vierteljährlich vom
jeweiligen gebietsreferenten überprüft und jährlich dem gruppenleiter
vorgelegt werden.
dann stellt der kontrollamtsbericht weiter fest, dass die prüfung
durch den werkmeister monatlich vorgeschrieben sei. die in der
fachsprache "einfache prüfung" genannte detaillierte prüfung
erfolgejaherlich, die "hauptprüfung" jedes zehnte jahr, in den
sehr detaillierten bestimmungen heisst es weiter, es seien, "u.a.
auch stichprobenartige prüfungen der betonfestigkeit und schädliche
aussinterungen festzustellen".
der kontrollamtsbericht befasst sich dann mit der inneren organisation
der ma 29. es heisst, dass es ursprünglich keine eigene
erhaltungsgruppe gegeben habe, die brückenkontrollen seien von den
mit den brückenneubauten befassten referenten und werkmeistern
"mitbetreut" worden. erst 1972 habe man eine erhaltungsgruppe
gebildet, die für die kontrolle von nicht weniger als 428 brücken
zuständig sei. dieser erhaltungsgruppe zähle insgesamt 12 mitarbeiter.
bei der jetzt durchgeführten befragung durch das kontrollamt
wurde von der in frage stehenden abteilung ausdrücklich betont,
dass ein notstand an personal bestehe.
in einem memorandum habe der damalige leiter der unterabteilung
brückenbau schon am 24. august 1970, also vor nunmehr sechs
jahren, den damaligen leiter der ma 29 auf dieses problem aufmerksam
gemacht und die situation ausdrücklich als "unhaltbar" bezeichnet.
dann heisst es weiters: "in einem schreiben an die personalabteilung
der stadtbaudirektion vom 28. märz 1972 wurde erneut auf
den personalnotstand hingewiesen. daraufhin wurde der personalstand
auf den das heutige ausmass, nämlich 12 beamte erhöht, beamte
die für 428 brückenzuständig sind". das kontrollamt hat weiter
untersucht, wie die reichsbrücke monatlich untersucht wurde. eine
prüfung dauerte jeweils 14 bis 19 stunden, und sie umfasste alle
teile der brücke, die detailliert angeführt sind.(forts.)+gn

 

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