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18.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0127 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 111 - gesperrt bis freigabe +++++ reichsbrücken- bericht konstatiert versäumnisse 1 utl: kontrollamt untersuchte vorgänge seit 1933 =

 
i 111 - gesperrt bis freigabe +++++
reichsbrücken- bericht konstatiert versäumnisse 1
utl: kontrollamt untersuchte vorgänge seit 1933
wien,18.8.(apa) - der bericht das wiener kontrollamtes über den
einsturz dar wiener reichsbrücke, der von bürgermeister leopold
gratz angefordert worden war, liegt nun vor. in dem bericht wird u.
a. festgestellt, dass einen tag nach dem brückeneinsturz eine
expertenkommission mit der aufgabe betraut worden war, die ursache
der katastrophe zu ergründen. bürgermeister gratz beauftragte
zusätzllch das kontrollamt, alle - wia es in dem bericht heisst -
"vorgänge im zusammenhang mit der reichsbrücke zu überprüfen,
auch jene in der vergangenheit".
es wird im rathaus zugesagt, dass der nun vorliegende kontrollamtsbericht
ebenso wie der erste bericht der expertenkommission im
"vollen wortlaut der öffentlichkeit bekanntgegeben wird".
die untersuchungen das wiener kontorllamtes reichen bis in
die zeiten der vorarbeiten für den reichsbrückenbau zurück, nämlich
bis in das jahr 1933. ein damals zwischen dem bund und der stadt
wien geschlossener vertrag bestimmt, dass der bund für die erhaltung
der brücke zuständig ist, und die gemeinde wien sei lediglich für
den von der strassenbahn benutzten teil "kompetenzverpflichtet".
eine neue regelung gab es dann am 30. dezember 1971, also vor
nicht ganz fünf jahren. in einem neuen vertrag wurden die erhaltungsarbeiten
der stadt wien übertragen.
in dem bericht des kontrollamtes wird in diesem zusammenhang festgehalten,
dass die ma 29 es damals verabsäumt habe, in "einer
gemeinsamen begehung mit dem bautenministerium die übernahme formell
zu bekunden, obwohl das ministerium eine solche begehung wiederholt
urgiert" habe. nach den schriftlichen unterlagen habe die ma 29
keine vorgesetzte dienststelle, weder die baudirektion, noch den
zuständigen stadtrat, über die in frage stehenden vorgänge informiert.
die ma 29 habe es damals auch verabsäumt, aufzeichnungen
über den zustand der reichsbrücke von den zuständigen und verantwortlichen
instanzen des bundes zu verlangen. laut mündliche aussage
wurden von den bundesstellen regelmässig prüfungen durchgeführt.
es existierten dafür aber keine vorschriften, für die das
bautenministerium zuständig gewesen wäre.(forts.)/+gn
m

 

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