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10.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0120 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 99 - e reichsbrücke "mit sand gebaut" 1 utl.: die ursachen des einsturzes laut expertenbericht =

 
i 99 - e
reichsbrücke "mit sand gebaut" 1
utl.: die ursachen des einsturzes laut expertenbericht
wien , 10.8. (apa) - der linke pfeiler der reichsbrücke am
linken kagraner ufer war zum teil mit sand und "unverdichtetem
beton" gefüllt. durch diesen materialmangel wurde das eindringen
von wasser ermöglicht, sodass auch frostschäden auftreten
und andere technische mängel hervorgerufen wurden.
das ist die ursache des einsturzes der brücke, wie
im ersten bericht der expertenkommission nun festgestellt
worden ist.der wiener landeshauptmann und
bürgermeister leopold gratz hat heute im einvernehmen mit
bautenminister josef moser in einer pressekonferenz den gesamten
sachverhalt dargelegt.
in der zusammenfassung des untersuchungsergebnisses über die
vermutlichen einsturzursachen heisst es:
"anlass für die späteren schäden, die letztlich zum einsturz
führten, war die wahl eines stahlträgerrostes auf einem unbewehrten
betonsockel des pfeilers. die blechträger des auflagerrostes waren
für sich auch ohne die mitwirkung der planlich vorgesehenen betonfüllung
in der lage, die auflagerkräfte bei einhaltung der zulässigen
spannungen auf die aufstandsfläche zu übertragen. die betonfüllung
hatte die aufgabe, den auflagerrost gegen korrosion zu
schützen und gleichzeitig die blechträger zusätzlich zu stützen.
das teilweise vorhandensein von sand und von brocken unverdichteten
betons im füllmaterial anstelle der betonfüllung erleichterte das
eindringen von wasser, frostwirkung, verhinderung der schwindverkürzung
des unbewehrten pfeilersockels durch den steifen auflagerrost.
spaltzugkräfte und die unvorhergesehenen wechselbelastungen in
überlagerung mit den übrigen lasten führten im laufe der jahrzehnte
zu einer fortschreitenden zerrüttung des von der steinverkleidung
verdeckten, unbewehrten betons des pfeilersockels unterhalb der
aufstandsfläche des auflagerkörpers.(forts.)+mt

 

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