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23.06.1977 / Meldungs-Nr.: AHI0203 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 233 - e neue reichsbrücke wird betonbrücke 1 utl: stahlindustrie wird auf andere weise entschädigt =

 
i 233 - e
neue reichsbrücke wird betonbrücke 1
utl: stahlindustrie wird auf andere weise entschädigt
wien , 23.6. (apa) - die entscheidung ist gefallen: die neue
reichsbrücke über die donau wird die betonbrücke, die auch
als projekt von der jury an erster stelle gereiht wurde. dies
teilte der wiener landeshauptmann und bürgermeister leopold
gratz donnerstag abend nach einer sitzung der gemeinderätlichen
stadtplanungskommission mit, auf deren tagesordnung die abschlussberichte
sowohl der jury "reichsbrücke" als auch
der jury "donauberaich wien" gestanden waren. gratz begründete
die entscheidung damit, dass dieses projekt nicht nur das billigste
sei, sondern auch dam wunsch entspreche, das gesamte gebiet -
strom, insel und neue donau - in einem zug zu überspannen.
natürlich sei die beschäftigungslage in der stahlindustrie
ein wichtiger gesichtspunkt gewesen, doch böten sich hier
andere möglichkeiten an: was für die reichsbrücke recht sei,
müsse für die neue floridsdorfer brücke billig sein
und daher soll auch diese brücke - eine stahlkonstruktion -
den gesamtgenannten bereich überbrücken. ferner werde man, da
die neue reichsbrücke an genau der gleichen stelle entstehen
soll, wie die frühere, die stehengebliebenen teile über
dem inundationsgebiet abbrechen und die beiden ersatzbrücken
fortsetzen müssen, die ja ebenfalls stahlkonstruktionen
seinen. (forts)+ka+
was den nachteil anlange,
dass bei der führung der u-bahn innerhalb des hohlkastens nur
ein teil der fahrgäste den ausblick auf die donau hat, sollte
man bedenken, dass es sich dabei um maximal dreissig sekunden
handeln würde, und dass, abgesehen von den vorteilen für die
fussgänger und radfahrer, diese führung auch die geräuschärmste
und sicherste sei.
zu dem problem der gegensätzlichen interessen der bauarbeiter-
und der metallarbeitergewerkschaft meinte bürgermeister gratz,
er könne nicht schiedsrichter zwischen zwei gewerkschaften
spielen. er sei sich gewisser schächen der wiener metallindustrie
bewusst, die die vöest jedoch könnten 6.000 tonnen stahl nicht
"sein oder nicht-sein" bedeuten.(forts.)kg

 

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