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16.11.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0179 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 205 - busek befürchtet chaos um reichsbrückenplanung wien , 16.11. (apa) - der wiener vp-landesparteiobmann stadtrat dr. erhard busek fürchtet angesichts der art des =

 
i 205 - busek befürchtet chaos um reichsbrückenplanung
wien , 16.11. (apa) - der wiener vp-landesparteiobmann
stadtrat dr. erhard busek fürchtet angesichts der art des
für den neubau der reichsbrücke ausgeschriebenen wettbewerbes
ein chaos bei der planung. bei einem pressegespräch
am dienstag begründete er diese sorge im wesentlichen folgendermassen:
die teilnehmer an dem wettbewerb müssten bis mai 1977
fertige projekte einreichen, ohne dass ihnen verschiedene entscheidungen
der stadtplanung, die im zusammenhang mit der reichsbrücke
wichtig sind, bekanntgegeben wurden. es werde also ein
wettbewerb in einm weitgehend noch ungeplanten raum mit einer
vielzahl ungewisser faktoren veranstaltet. als beispiel führte
busek an, dass die entscheidung über bau und finanzierung der
u-bahn bis kagran noch offen ist und somit die gefahr bestehe,
dass es zwar eine fertige reichsbrücke mit u-bahn -führung,
aber keine u-bahn in der lasallestrasse und der wagramerstrasse
gibt. auch sei nicht geklärt, wie das nordbahngelände gestaltet
und die donauinsel aussehen wird. auch sei noch nicht entschieden
ob die traisenbrücke und das gesamte verkehrssystem noch
sinnvoll sind, wenn die neue reichsbrücke sechsspurig gebaut wird.
busek fürchtet also, dass angesichts mangelnder vorentscheidungne
an den fertigen projekten immer wieder umplanungen vorgenommen
werden müssen.
auch kritisierte er, dass sich die "donauinseljury" im
kommenden märz zu einem zeitpunkt auflösen soll, da wichtige
entscheidungen für die gestaltung der reichsbrücke und damit
der donauinsel fallen. den umfang jener jury, die über
den wettbewerb entschieden sollen - nämlich 42 mitglieder
gegenüber, bei der donauinseljury mit 10.000 s sitzungsgeld
pro kopf - kritisierte busek ebenfalls. angesichts der
tatsache, dass die projektkosten pro team des wettbewerbs
rund 1 mill. s ausmachen würden, bezifferte bussek die gesamtkosten
dieses wettbewerbes mit 50 bis 60 mill. s.
seiner meinung nach hätte man der planung mehr zeit widmen
sollen, um dann umso rascher und ohne änderungen bauen zu können.
die vp plädierte für einen raschen brückenbau im rahmen
eines städtebaulichen gesamtkonzeptes, für eine integrierte
planung von rechsbrück und donauinsel, für den gleichzeitigen
bau von reichsbrücke und u-bahn im donaubereich und für einen
wettbewerb, der allen architekten gleiche chancen bei vernünftigen
kosten gibt. (schluss)+mu/sk+

 

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