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11.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0168 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 215 - wiener sp berät bruckenkatastrophe 1 utl.: gratz: verantwortung ist verbundenheit, mitleiden und mitfreuen wien, 11.8.(apa) - mit den ursachen, massnahmen und konsequenzen =

 
i 215 - wiener sp berät bruckenkatastrophe 1
utl.: gratz: verantwortung ist verbundenheit, mitleiden und mitfreuen
wien, 11.8.(apa) - mit den ursachen, massnahmen und konsequenzen
des einsturzes der reichsbrücke befasste sich mittwoch
abend in der wiener stadthalle bürgermeister leopold gratz im
rahmen einer ausserordentlichen konferenz der wiener spö.
gratz betonte einleitend, dass die unmittelbar nach der
katastrophe am sonntag, den 1. august, getroffenen massnahmen
ein "musterbeispiel für die einsatzbereitschaft einer stadt"
darstellen. mehrfach betonte de wiener bürgermeister,
dass er die volle politische verantwortung für dieses ereignis
übernehme und sein rücktrittsangebot gegenüber dem
wiener ausschuss der spö diese haltung klar und umissverständlich
zum ausdruck bringen sollte. wörtlich umriss gratz, was für
die sozialisten "verantwortung für wien" bedeutet: "eine
verbundenheit mit unserer stadt und mit dem schicksal ihrer menschen
die sich nicht auf formale betrauungsakte beschränkt,-ein
mitlieden, wenn wien leidet, ein mitfreuen, wenn wien sich freut,
-den stolz auf unsere stadt, die, oft geschmäht und oft
totgesagt , ihre lebenskraft und den fleiss ihrer bewohner
immer wieder bewiesen hat und täglich neu beweist."
in diesem sinn sei auch der rücktritt des stadtrates fritz
hofmann zu verstehen, betonte gratz. der bürgermeister
zitierte sodann den briefwechsel zwischen ihm und hofmann, in dem
hofmann seinen rücktritt auch damit begründet, dass - im
falle berechtigter kritik - der wiener bürgermeister die angekündigten
konsequenzen und geplanten veränderungen leichter
vornehmen könne. gratz seinerseits hat in seinem
antwortschreiben " mit bedauern und respekt" die entscheidung
des stadtrates zur kenntnis genommen. vor der wiener konferenz
meinte gratz mittwoch abend, dass dieser schritt hofmanns
"aus dem tiefsten sittlichen und moralisch fundierten politischen
verantwortungsgefühl erfolgte, dass ein sozialist in öffentlichen
ämtern hat." der wiener ausschuss der spö, so berichtete
gratz weiter, habe den vorschlag, fritz hofmann in seiner funktion
als stellvertretender landesparteiobmann voll in die parteiarbeit
zu integrieren, einmütig gebilligt und ihm damit den eindeutigen
politischen beweis des vertrauens der wiener spö
ausgesprochen.(forts.) sa/ph

 

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