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06.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0143 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 165 - e rücktritt hofmanns nach brückeneinsturz (zusammenfassung) 1 utl: "kein opfer für die partei" =

 
i 165 - e
rücktritt hofmanns nach brückeneinsturz (zusammenfassung) 1
utl: "kein opfer für die partei"
wien, 6.8. (apa) - der wiener planungsstadtrat ing. fritz
hofmann hat freitag - fünf tage nach dem aufsehenerregenden einsturz
der wiener reichsbrücke und wenige stunden, nachdem er aus
dem urlaub zurückgekehrt war - demissioniert. bürgermeister
leopold gratz, der gestern selbst seinen rücktritt angekündigt
hatte, sich vom zuständigen gremium der wiener sp aber zum bleiben
bewegen hatte lassen, nahm die entscheidung des stadtrates "mit
bedauern und respekt" zur kenntnis.
fritz hofmann, der tagelang vergeblich gesucht worden war,
traf freitag zeitig früh in wien ein und hatte kurz darauf eine
längere aussprache mit dem bürgermeister. nach einem briefwechsel
zwischen gratz und hofmann wurde der rücktritt zu mittag in einer
pressekonferenz bekanntgegeben. in seinem schreiben an gratz und in
der pressekonferenz meinte hofmann, dass die reichsbrücke nur
zum teil in seine kompetenz gefallen sei, dass aber auch andere
dinge kritisiert worden seien und dass er mit seinem entschluss,
die angekündigten reformen erleichtern wolle. er habe "kein
opfer für die partei" gebracht, sagte hofmann.
bürgermeister gratz betonte, dass mit dem rücktritt "nicht
durch ein menschenopfer die elemente beruhigt werden sollen".
es werde eindeutig die ursache der katastrophe erforscht
und die notwendigen konsequenzen auch aus anderen verantwortungen
gezogen. in diesem sinne appellierte gratz freitag an alle mitarbeiter
der wiener stadtverwaltung, reformvorschläge für die
verbesserung der verwaltung zu unterbreiten. ausserdem kündigte
er für kommenden mittwoch eine "wiener konferenz" der spö in
der stadthalle über den fragenkomplex der reichsbrücke an.
der bürgermeister deutete ausserdem eine bevorstehende reorganisation
der kompetenzen und allenfalls eine personelle erweiterung
im wiener stadtsenat an.
das ressort des planungsstadtrates hat provisorisch
stadtrat franz nekula mitübernommen. hofmann selbst, der
sein gemeinderatsmandat behält, wird künftig - so gratz -
verstärkt aufgaben innerhalb der wiener spö wahrnehmen. zu
deren stellvertretenden...

 

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