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04.08.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0122 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 87 - diskussion um reichsbrücke geht weiter 1 utl.: busek fordert personelle konsequenzen wien, 4.8. (apa) - övp-generalsekretär dr.erhard busek =

 
i 87 - diskussion um reichsbrücke geht weiter 1
utl.: busek fordert personelle konsequenzen
wien, 4.8. (apa) - övp-generalsekretär dr.erhard busek
forderte heute, mittwoch vormittag, in einer stellungnahme zum
reichsbrückeneinsturz, die er gemeinsam mit dem oppositionsführer
im wiener rathaus, fritz hahn, abgab, personelle konsequenzen
nach dem einsturz der reichsbrücke. wer "ja zu wien"
sage, so meinte busek, müsse auch die auswechslung jener leute
fordern, die nicht bereit seien, politische verantwortung
zu tragen. busek nannte hier an erster stelle den stadtrat ing.
fritz hofmann, der bis heute nicht auffindbar sei und der es
auch nicht für nötig befunden habe, seine urlaubsadresse zu
hinterlassen. sollte sich der bürgermeister leopold gratz
in diesem falle ebenso vor hofmann stellen, wie vor suttner und
hofstätter, so müsse man sich die frage stellen, ob dann nicht
auch gratz eine verantwortung trage. man müsse sich überhaupt
fragen, ob das team der dozialisten im rathaus noch in der
lage sei, wichtige entscheidungen für wien zu treffen.
als vordringliche probleme bezeichnete busek die frage der
technischen kontrollen. die vorfinanzierung beim brückenbau
durch wien wäre nach meinung von busek noch genau zu prüfen,
da durch den zinsendienst eine grosse belastung des bundes erwachsen
könnte. der övp-generalsekretär forderte gespräche
zwischen bund, wien und ländern, um zu optimalen lösungen zu
gelangen. auch bundeskanzler dr.bruno kreisky müsse seinen ausspruch
revidieren, wonach er sich "nicht um jede gemeinde
kümmern könne". der einsturz der reichsbrücke, so busek, sei
keine naturkatastrophe gewesen. man müsse dieses ereignis aus der
sicht der politischen verantwortung betrachten. dieser einsturz
beweise "die unfähigkeit der rathaussozialisten", die zu einer
serie "glückloser situationen geführt habe, deren einsamer
höhepunkt der einsturz der reichsbrücke war". busek nannte
dann noch die bauring-affäre, die dam steuerzahler einen betrag
gekostet habe, mit dem man zwei mittlere donaubrücken
erbauen könnte. der einsturz der reichsbrücke, so führte
busek weiter aus, habe auch die uno-city in mitleidenschaft
gezogen. die övp empfinde dabei keine schadenfreude, sagte busek.
(forts.)lei

 

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