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05.04.1982 / Meldungs-Nr.: AHI0244 / Ressort: Sport (SI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 014-SP Das Rückkehr des Niki Lauda zum GP-Sieger 1 =++++ Utl: Rosberg Zweiter und neuer WM-Leader =

 
APA 014-SP
Das Rückkehr des Niki Lauda zum GP-Sieger 1 =++++
Utl: Rosberg Zweiter und neuer WM-Leader
Long Beach/Kalifornien, 5.4. (apa) - Im dritten Rennen nach
seinem Comeback nach zweijähriger Pause, drei Jahre, sechs Monate
und 14 Tage nach dem vermeintlich letzten Grand Prix-Sieg seiner
großen Karriere, kehrte Niki Lauda am Sonntag wieder auf das oberste
Podest zurück, durfte der 33-jährige Österreicher die Ovationen der
100.000 Zuschauer entlang des 3,429 km langen Stadtrundkurses in
Long Beach entgegenehmen. Mit dem Sieg im Grand Prix der USA-West
schloß der Weltmeister der Jahre 1975 und 1977 mit einem neuen Auto
für einen neuen Rennstall an seine großen Zeiten bei Ferrari und
später auch bei Brabham an.
An diesem wunderschönen Tag an der Pazifik-Küste, bei Sonnenschein
und 25 Grad im Schatten stimmte bei Lauda und seinem McLaren-Ford
MP 4 einfach alles. Der Wahl-Salzburger beherrschte Kurs, Auto
und Gegner jederzeit, profitierte von dem Fahrfehler des Italieners
Bruno Giacomelli, der mit seinem Alfa-Romeo an vierter Stelle liegend,
bei einer Attacke den französischen Renault-Turbo-Piloten Rene
Arnoux und sich selbst aus der Konkurrenz fuhr, schoß mit seinem
Boliden in der 15. Runde an den bis dahin führenden Italiener Andrea
de Cesaris vorbei und dann unaufhaltsam seinem 18. Sieg in seinem
116. Grand Prix entgegen.
Gleichzeitig sorgte Niki Lauda für den 26. Erfolg eines McLaren-Boliden,
den zuletzt sein Teamgefährte John Watson im Juli 1981 beim
GP von Großbritannien in Silverstone auf Platz 1 gesteuert hatte.
Einmal auf dem engen, kurvenreichen Kurs, auf dem man in einer
Runde 40 mal schalten mußte, voran, deponierte Lauda seinen Gegner
de Cesaris, der erstmals aus der Pole-Position gestartet der Klasse
des Österreichers auf Dauer einfach nicht gewachsen war. Knapp vor
Halbzeit des Rennens, das über 75 1/2 Runden führte, schoß sich der
Italiener, offensichtlich nach einem Fahrfehler, selbst aus dem Bewerb,
indem er in der Kurve vor dem Ziel mit seinem Boliden in die
Steinmauer donnerte. Unverletzt, wenn auch deprimiert, entstieg der
Trainingsschnellste seinem demolierten Wagen. Der Rückstand von de
Cesaris zu diesem Zeitpunkt auf Lauda betrug aber immerhin fast
schon zehn Sekunden.
Nun war der Österreicher weit vorne. Der Finne Keke Rosberg, der
sich Platz zwei erkämpft hatte, lag zur Halbzeit der Konkurrenz rund
50 Sekunden zurück. Dann machte der Williams-Pilot zwar stetig Boden
gut, sein Rückstand auf Niki Lauda, der das Rennen jederzeit kontrollierte
und sein Auto so schonend wie möglich über die 258,79 km
brachte, betrug aber im Ziel immerhin stattliche 14,6 Sekunden.
Durch seinen zweiten Platz setzte sich Keke Rosberg, der als
einziger Pilot in allen drei WM-Rennen 1982 gepunktet hatte, mit 14
Zählern vor Alain Prost 13 und Niki Lauda 12 an die Spitze der WM-Wertung.
(MM) (Forts.)

 

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