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15.08.1982 / Meldungs-Nr.: AHI0185 / Ressort: Sport (SI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 143-SP Grand Prix 5 apa/15.8. ++++= Zusammenfassung =

 
APA 143-SP
Grand Prix 5 apa/15.8. ++++=
Zusammenfassung
Das war der turbulentste, spannendste, aufregenste Grand Prix den
der Österreich-Ring je erlebte. Und am Ende stand die große Sensation:
Elio de Angelis gewann in einem wahren Herzschlagfinale mit
125 Tausendstel einer Sekunde Vorsprung auf Keke Rosberg. Der
24jährige italienische Millionärssohn aus Sardinien, für den man
daheim eine Karriere als Musikvirtuose erträumt hatte, schaffte im
Kreise der Virtuosen auf vier Rädern seinen endgültigen Durchbruch.
Es war sein erster Grand Prix-Sieg und er war gleichbedeutend mit
dem Ende einer endlos langen Durststrecke des Lotus-Rennstalles.
Sieg nach vier Jahren Pause. Nur einige Tage nachdem Colin Chapman
den Weg weg vom Saugmotor und hin zum Turbo mit der Unterzeichnung
eines Liefervertrages für die V-6-150O-Triebwerke von Renault-
Gordini besiegelt hatte.
Dennoch. Es liegt kein Widerspruch darin. Auch wenn hier die
Boliden mit den Einspritzmotoren auftrumpften. Die Zukunft gehört
den Turbo's. Auf dem Österreichring wurden sie durch eine ganze
Serie von Zwischenfällen, zum Teil überlegen führend, ausgelöscht
und zertrümmert. Ihr Waterloo war letztlich doch nur eine kleine
Unterbrechung auf dem Weg hin zur totalen Beherrschung der Formel
eins. Wären die Turbo-Riesen nicht reihenweise ausgefallen, dann
wären sie mit Rundenvorsprung siegreich gewesen. So erlebten die
Boliden mit den herkömmlichen Motoren eine trügerische Renaissance:
1. de Angelis auf Lotus - 2. Rosberg auf Williams - 3. Laffite auf
Talbot - 5. Lauda auf McLaren - 6.Baldi auf Arrows. Lediglich der
Ferrari des Hockenheimsiegers Patrick Tambay schob sich als Vierter
dazwischen. Jener Ferrari, der schon in der zweiten Runde durch
einen Reifenschaden etwa eine Runde verloreen hatte.
Zwei WM-Punkte also für Niki Lauda. Ein erfreuliches Resultat?
Mitnichten. "Um den sechsten, siebenten Platz herum macht es keinen
Spaß", hatte er schon vor dem Rennen gesagt. Der erste Sieg eines
Österreichers beim GP von Österreich war nie in Reichweite gewesen.
Der McLaren ist gegenwärtig auch im Kreise der schnellsten Renner
mit Saugmotoren kein Spitzenauto. (I) (Fortsetzung)

 

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