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18.07.1982 / Meldungs-Nr.: AHI0163 / Ressort: Sport (SI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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APA 130-SP Niki Lauda souverän - ein Grand Prix-Sieg nach Maß 1 =++++ Brands Hatch, 18.7. (apa) Zweiter Grand Prix-Saisonsieg =

 
APA 130-SP
Niki Lauda souverän - ein Grand Prix-Sieg nach Maß 1 =++++
Brands Hatch, 18.7. (apa) Zweiter Grand Prix-Saisonsieg
für Niki Lauda: der Österreicher gewann am Sonntag auf dem extremen
Fahrerkurs von Brands Hatch den Grand Prix von Großbritannien
souverän, nachdem er in der 10. Runde nach dem Ausfall von Nelson
Piquet die Führung übernommen hatte. Bis zu 40 Sekunden fuhr der
McLaren-Pilot vor dem aufgesplitterten Feld und siegte mit einer
halben Minute auf Didier Pironi auf Ferrari und Elio de Angelis auf
Lotus.
120.000 Zuschauer, herrliches, heißes Sommerwetter und ein sehr
schneller, extrem welliger und kurvenreicher Kurs, auf dem 76 Runden
(319,732 km) zurückzulegen waren. Eine Distanz, die ihre Probleme in
sich barg und auf der es galt, trotz Rundenzeiten mit 200 kmh das
Material zu schonen und mit dem Treibstoff hauszuhalten. Hier erwies
sich Niki Lauda als wahrer Meister und stieß in der WM auf Platz
drei hinter Pironi und John Watson vor, der kurz nach Rennbeginn
ausgefallen war.
Das rennen begann recht turbulent. Zunächst brachte Keke Rosberg,
der Trainingsschnellste, seinen Williams beim Vorstart nicht vom
Fleck, rollte verspätet auf die Aufwärmrunde und mußte reglementsgemäß
aus letzter Position starten, die große Chance war dahin. Dann
Start und Riccardo Patreses Wagen blieb stehen. Der Italiener hob
den Arm, ein Pilot kam vorbei, Rene Arnoux nicht und die Karambolage
schaltete auch Theo Fabi aus. Gleich danach dann die Ausfälle von
Chico Serra, Watson und Jarier, letztere nach Kollision. Nelson
Piquet übernahm die Führung vor Lauda und man wartete gespannt
darauf, ob das angekündigte Brabham-Manöver - Start mit halbvollem
Tank, großer Vorsprung und dann Boxenstop zum Auftanken und zum
Wechseln der weeichen Reifen - funktionieren würde. Ein Motorschaden
an Piquets Boliden beendete aber vorzeitig in der 10. Runde alle
Spekulationen, Lauda zog weg - "ich wollte so schnell wie möglich
weg von dem Pulk" - und ließ die anderen um die Positionen kämpfen.
Keke Rosberg unternahm eine wilde Aufholjagd, machte 20 Plätze
gut, aber als er auf Rang sechs vorgestoßen war, machten die Reifen
nicht mehr mit. Zwei Boxenstops warfen den Finnen aussichtslos
zurück. Nach 20 Runden lag Lauda schon 20 Sekunden vor Pironi,
hinter dem Derek Warwick den Toleman Hart-Turbo auf Platz drei
vorgejagt hatte. Der Brite passierte fünf Runden später auch Pironi,
aber in der 41. Runde kam wegen eines Radschadens das Aus für
Warwick. Bei Halbdistanz hatte Lauda 33 sek Guthaben auf Warwick und
39 auf Pironi gehabt. Wie ein Uhrwerk zog der Österreicher seine
Bahn, millimetergenau fast in seiner Spur, während hinter ihm
erbittert um die WM-Ränge gerungen wurde. Im Finish fiel hier auch
noch Andrea de Cesaris aus fünfter Position aus, Lauda rollte jetzt
langsamer dahin und trug den McLaren förmlich ins Ziel. (KHS)
(Forts.)

 

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