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03.10.1977 / Meldungs-Nr.: AHI0310 / Ressort: Sport (SI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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apa 053-sp jetzt steht lauda in einer reihe mit den grössten 1= watkins glen/new york, 3.10. (ap/afp/reuter/apa) - seit =

 
apa 053-sp
jetzt steht lauda in einer reihe mit den grössten 1=
watkins glen/new york, 3.10. (ap/afp/reuter/apa) - seit
sonntagabend ist der österreicher niki lauda zum zweiten mal in
seiner karriere formel 1-weltmeister. ein vierter platz in watkins
glen, nach einem ruhigen, besonnen, jederzeit voll kontrollierten
rennen, machte schon vor den saison-abschlusskonkurrenzen in
mosport/kanada und fuji/japan jede theorethische spielerei, jedes
wenn und aber überflüssig, denn der österreicher hat in der
wm-wertung einen uneinholbaren 25 punkte-vorsprung auf mario
andretti (usa). und eines kann man ohne übertreibung
aussprechen. niki lauda gehort nach seinem zweiten wm-titelgewinn zu
den grossten, die es in dieser branche bisher gegeben hat, weil er
mit diesem sieg in die kleine, nunmehr aus acht mann besthende
gruppe jener fahrer vorstiess, die zumindest zwei mal den lorbeer
errange: juan manuel fangio (5 siege), jack brabham, jackie stewart
(je 3), alberto ascari, jim clark, emerson fittipaldi, graham hill
und nun eben niki lauda.++++
was wiegt dieser titel, der in seinen letzten phasen unter
derartigem theaterdonner hinter den kulissen, unter so vielen, den
motorenlarm oftmals fast schon übertönenden begleitumstanden
zustandekam, für den triumphator selbst? lauda sagte es zu einem in
watkins glen weilenden korrespondenten einer weltagentur: er macht
mit doppelt so viel freude als der erste. sie wissen warum. kein
zweifel, es war jene fast-katastrophe vom nürburgring oft
zitierte wiedergeburt, die nunmehr ihre krönung erfuhr. nach der
korperlichen und sicherlich auch seelischen erneuerung nunmehr auch
noch das comeback als weltmeister.
dass es für lauda am sonntagabend dennock kein
uneingeschränktes fest der frreude wurde, dafür hatten die
offensichtlich noch immer neuen höhepunkten zustrebenden
chaotischen verhältnisse in den ihrem ende zugehenden beziehungen
zwischen weltmeister und ferrari gesorgt. ferrari feuerte
stunden vor dem rennen in watkins glen lauda's chefmechaniker ermano
cuoghi, weil dieser offenbar nicht bereit war, den treueid für den
greisen commendatore in maranello zu erneuern. lauda nahms nach
aussen hin gelassen zur kenntnis, war aber nach dem rennen nicht
bereit einen kommentar abzugeben. angeblich reiste er sofort zum
training für den gp von kanada in mosport weiter, aber grund für
spekulationen gab's genug. wird lauda in mosport überhaupt für
ferrari starten? die ereignisse in watkins glen waren zu sehr von
zwietracht gekennzeichnet, um die frage mit einem uneingeschränkten
"ja" beantworten zu können. (i) (fortsetzung)
apa 053 1977-03-10/10:27

 

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