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28.08.1977 / Meldungs-Nr.: AHI0158 / Ressort: Sport (SI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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s 104 - Jetzt ist niki lauda kaum noch zu holen 2 utl.: österreicher gewann "nervenschlacht" in zandvoort vor laffite =

 
s 104 - Jetzt ist niki lauda kaum noch zu holen 2
utl.: österreicher gewann "nervenschlacht" in zandvoort
vor laffite
100.000 fans an der rennstrecke und millionen an den fern-
sehgeräten sahen am sonntag beim 13. weltmeisterschaftslauf 1977
einen sieg des wahrscheinlichen neuen champions. niki lauda
sicherlich der souveränste, der besonnenste mann des gesamten
grand prix-zirkus, gewann dieses eminent wichtige vorletzte
saisonrennen in europa nach einem nervenaufreibenden
schlusskampf mit dem erstaunlich starken franzosen jacques laffite
auf ligier matra. nur diese beiden fahrer befanden sich am ende
noch innerhalb einer runde.
lauda's triumph in den dünen von zandvoort dürfte im kamp um
den titel alles klar gemacht haben. vier rennen sind heuer noch
auszutragen - italien, usa-ost, kanada und japan - und der öster-
reicher weist mit seinem eidrucksvollen total von nunmehr 63
zählern bereits 21 punkte vorsprung auf seinen nächsten ver-
folger, den südafrikaner jody scheckter auf. das sind mit
anderen worten zwei grand-prix siege (je 9 punkte) und ein
vierter platz (3 punkte), die der man auf dem renner des aus-
landsösterreicher walter wolf aufzuholen hätte. beim gegen-
wärtigen kräfteverhältnis dürfte ihm das kaum noch gelingen,
denn der überlegene grand prix-leader wird voraussichtlich
noch weiterpunkten.
niki lauda dankte diesen weiteren, gewaltigen sprung in
richtung rückeroberung seines im vorjahr an james hunt ver-
lorenen titels aber nicht allein seinem grossen können, seiner
souveränität und besonnenheit, sondern er profitierte
sicher auch von dem umstand, dass andere die letzteren eigen-
schaften in fast sträflich zu nennender weise vermissen
liessen. mario andretti, überlegener inhaber der pole-
position und 24 stunden vor dem rennen von lauda selbst zum
"logischen favoriten erklärt", fuhr offenbar unter dem zwang,
diesen grand prix unbedingt gewinnen zu müssen - er fuhr
ihn jenseits des nocht vertretbaren risiko's.
in der startphase auf rang drei zurückgedrängt,
attackierte der italo-amerikaner bereits in den ersten runden
die vor ihm liegenden konkurrenten mit haarsträubenden
manövern. in der zweiten runde ging er an laffite vorbei,
startete dann seinen angriff auf james hunt. einmal probierte er
es in der tarzan-kurve aussen, der versuch misslang, in der
vierten runde noch einmal die gleiche situation. andretti wollte
sich vorbeipressen, hunt liess nicht nach, staub und metall-
trümmer wirbelten durch die luft und für den weltmeister war
das rennen zuende. andretti, der nach einem dreher weiterfuhr,
versuchte später ähnliches auch mit lauda, aber der lotus
war offenbar weniger robust als sein pilot und blieb in der
14. runde mit motorschaden liegen.- (forts.)+i/sk+

 

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