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08.01.1974 / Meldungs-Nr.: AHI0127 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 91 - e
kreisky: nahost-mission ist kein vermittlungsversuch
wien, 8.1. (apa) - die angekündigte nahostinitiative der
sozialistischen internationale ist nicht als vermittlungsversuch,
sondern als der erste formelle versuch der internationale anzusehen,
mit den arabischen staaten in einen direkten kontakt zu
treten. dies erklärte bundeskanzler dr. kreisky nach der heutigen
ministerratssitzung vor journalisten. man werde sich direkt über
den standpunkt mancher arabischer staaten informieren. da die
israelische arbeiterpartei mitglied der sozialistischen internationale
ist, sei diese aktion selbstverständlich nicht gegen sie
gerichtet. es werde sich, sagte der kanzler, um eine -fact finding
comission-, handeln, die herausfinden soll, wie an diesem krisenherd
der friede hergestellt werden könnte.
als sicherliche irreführend bezeichnete kreisky die version,
wonach die kommission unter seiner leitung einen monat lang in
nahost verbringen werde. vielmehr werde es sich um mehrere reisen
handeln, die innerhalb eines monats abgewickelt sollen. an
einigen wenigen dieser reisen werde er unter umständen teilnehmen.
dem vorsitz in der -fact finding commission- werde er sich, sagte
kreisky, wohl nicht entziehen können, da ja der vorschlag zu
dieser initiative von ihm ausgegangen sei.
der bundeskanzler bekräftigte seinen standpunkt, wonach sich
israel aus den besetzten gebieten zurückziehen soll, hob aber
nachdrücklich seine forderung nach der sicherung der israelischen
grenzen hervor. in der frage des rückzuges könne er auch, so
meinte kreisky, gar keinen anderen standpunkt einnehmen, da doch
österreich die diesbezügliche uno-resolution unterstützt hat.
(schluss)ek

 

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