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29.09.1973 / Meldungs-Nr.: AHI0169 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 36 - nach rettung der geiseln 1 wien, 29.9. (apa) - die terroristen haben ursprünglich ein flugzeug - freies geleit und mitnahme der geiseln verlangt, =

 
i 36 - nach rettung der geiseln 1
wien, 29.9. (apa) - die terroristen haben ursprünglich ein
flugzeug - freies geleit und mitnahme der geiseln verlangt,
das wesentliche verhandlungsergebnis war, wie innenminister
rösch im rundfunk ausführte, dass die geiseln befreit und
ihr leben gerettet werden konnte.
bundeskanzler dr. kreisky erklärte vor journalisten,
für einen verantwortungsbewussten menschen sei ausschlaggebend,
alles zu tun, um nicht reparables zu vermeiden. dies
habe er sich schon bei der katastrophe bei fürsten-feldbruch
überlegt, wenn er einmal in eine solche situation käme und
unter diesen gesichtspunkt müsse man auch den beschluss
das durchgangslager schloss schönau zu schliessen sehen.
die bundesregierung habe sich nicht gegen den transit, sondern
nur gegen den erleichterungen dabei ausgesprochen. die
terroristen hatten auch die unterbindung des individualverkehrs
gefordert, was aber nicht akzeptiert wurde. sie wollten ferner,
in der erklärung haben, dass die sowjetischen durchwanderer
durch palästinenser gefährdet seien, was ebenfalls nicht
in die erklärung aufgenommen wurde.
bei der cessna handle es sich um eine maschine der askoe
und um askoe-piloten. für ihr leben sei die einzige
garantie die zusatze der arabischen botschafter. nicht jede
sei zu diesem persönlichen einsatz ohne befehl in diese lage
bereit gewesen. es habe den bundeskanzler hart getroffen,
dass die personalvertretung der aua-piloten die hilfe abgelehnt
habe.
die österreichische regierung, betonte dr. kreisky,
habe ihre erklärung zwar unter besonderen umständen abgegeben,
betrachte sie aber auch bindend und stehe zu ihr. der bundeskanzler
hob auch die vermittlung der botschafter hervor, die ausgesprochenen
respekt gegenüber österreich gezeigt hätten. durch sie konnten
nützliche direktkontakte hergestellt werden. die jugoslawische
regierung wiederum ihre zusage zu einer ersten zwischenlandung
der maschine gegeben.
das innenministerium werde die sicherheitsmassnahmen überprüfen.
die öffentlichkeit wisse ja vielzuwenig von den vielen
glücklicherweise verhinderten anschlägen. sie werde nur
in solcheinen spektakulären falle aufmerksam.
wie aus dem rundfunk-interview mit dem innenminister hervorging,
genisst die maschine auch landeerlaubnis und überflugsrechte
über italien. (forts)ek

 

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