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a 29 pressestimmen zu kuba 1 london, 21.4. (ap) dia ereignisse in kuba, und im zusammenhang =

 
a 29
pressestimmen zu kuba 1
london, 21.4. (ap) dia ereignisse in kuba, und im zusammenhang
damit das prestige kennedys, sind leitartikelthema nummer eins
der europäischen zeitungen. allgemein wird auf den afrikanischen
prestigeverlust hingewiesen, linksgerichtete blätter üben
heftige kritik an kennedy, ohne ihre freude über das dilemma
in welches er geraten ist, zu verbergen.
immer wieder findet man die ansicht vertreten: ein versuch,
castro zu stürzen, ist nur zu rechtfertigen, wenn er gelingt.
die unabhängige britische wochenschrift "spectator"
schreibt: "wenn castro fällt, sind die usa mit dem mal der
imperialistischen aggression gezeichnet. wenn er nicht fällt,
wird gegen die usa überdies noch der vorwurf der unfähigkeit
erhoben. die beseitigung castros ist für amerika und den
westen nicht nur aus strategischen gründen wichtig, sondern
auch aus gründen der freiheit und des fortschritts lateinamerikas
wünschenswert. aber die art und weise des amerikanischen
vorgehens war ungeeignet. wieder einmal erntet
der kommunismus die früchte, während der westen nicht einmal
einen schatten davon erhält".
die führende schwedische zeitung "stockholms tidningen",
häufig sprachrohr der regierung, vergleicht die haltung amerikas
in kuba mit jener der sowjetunion in ungarn. das blatt betont,
dass das "unglück schon geschehen war, als kennedy die regierung
übernahm. es falle einem jedoch schwer, sich des eindrucks
zu erwehren, dass kennedy hätte klügere massnahmen ergreifen
können, um den bereits angerichteten schaden gutzumachen."
der führende italienische kommentator augusto guerriero
zieht aus einer breit angelegten übersicht die schlussfolgerung,
dass amerika sich in kuba ganz genauso verhalten hat wie die
sowjetunion in laos. (forts.)0615+ba+

 
zum Dossier Kubakrise

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