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19.04.1961 / Meldungs-Nr.: AHI0003 / Ressort: Aussenpolitik (AA) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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a 9 kennedy-antwort 1 washington, 19.4.(ap/reuter/afp) präsident kennedy =

 
a 9
kennedy-antwort 1
washington, 19.4.(ap/reuter/afp) präsident kennedy
übermittelte dienstag abend dem sowjetischen regierungschef
chruschtschow seine antwort auf dessen kuba - botschaft. darin
heisst es , dass die usa keine militärische intervention in kuba
beabsichtigen. gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die
vereinigten staaten jeder gewaltsamen intervention von aussen
in kuba entgegentreten würden. er hoffe, betonte kennedy,
"dass russland die lage in kuba nicht als vorwand benützen
werde, um einen brand in anderen gebieten der welt zu entfesseln".
in der note, die von aussenminister rusk dem sowjetischen
botschafter in washington, michail menschikow , überreicht
wurde, heisst es u. a.: "ich habe ihre erklärung, wonach die
ereignisse in kuba den frieden in allen teilen der welt gefährden
könnten, mit sorgfalt gelesen. ich hoffe , dass die sowjetische
regierung genügend verantwortungsgefühl besitzt , um nicht
etwas zu unternehmen, was dem allgemeinen frieden schädlich
sein könnte. bezüglich der ereignisse in kuba liegt auf
ihrer seite ein ernstes missverständnis vor . es gebe eindeutige
anzeichen dafür , dass die kubaner die verwehrung der
demokratischen freiheiten und die "umkehrung der ziele der
bewegung des 16. Juli" (castros revolution) unerträglich
gefunden habe . es könne daher keine überraschung sein, dass
die widerstandsbewegung innerhalb kubas angewachsen sei.
das regime in kuba könnte zu einer verbesserung der atmosphäre
beitragen, indem es das volk auf demokratische weise
über seine eigene zukunft entscheiden und es frei mit seinen
lateinamerikanischen nachbarn zusammenarbeiten lasse.
chruschtschow sollte anerkennen, dass die freien völker in allen
teilen der welt die behauptung der historischen unvermeidlichkeit
des sieges der kommunistischen revolution nicht billigen.
was ihre (gross ) regierung glaubt, ist ihre eigene sache. was
sie in der welt tut , geht die welt an . die grossen revolutionen
in der geschichte des menschen, in der vergangenheit
gegenwart und in der zukunft ist die revolution jener, die
entschlossen sind, frei zu sein. {forts.)+zl+0410+

 
zum Dossier Kubakrise

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