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18.07.1960 / Meldungs-Nr.: AHI0060 / Ressort: Aussenpolitik (AA) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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a 147 new york. 18.7. (afp) wenige stunden vor beginn der sitzung des sicherheitsrates, in der die beschwerde kubas =

 
a 147
new york. 18.7. (afp) wenige stunden vor beginn der
sitzung des sicherheitsrates, in der die beschwerde kubas
gegen die usa wegen "wirtschaftlicher aggression" zur
debatte kommen wird, liess die sowjetische delegation
eine erklärung ihrer regierung
zirkulieren, in der diese der regierung kubas jeglichen
"beistand" in ihrem mutigen kampf um freiheit und unabhängigkeit"
zusichert. kein mitglied der amerikanischen regierung
dürfe sich der illusion hingeben, dass sie unter berufung auf
die überlebte monroe-doktrin die episode guatemalas gegen
kuba wieder aufleben lassen könnte. im vertrauen auf ihre
stärke werde die sowjetunion kuba jede erforderliche unterstützung
zuteil werden lassen. diese sowjetische deklaration
verweist auf die stellungnahme des amerikanischen aussenministeriums
in der der sowjetunion vorgeworfen wird, sich
in innere angelegenheiten lateinamerikas einzumischen.
sie stellt fest, dass sich die für die aussenpolitik verantwortlichen
männer der usa "internationale beziehungen,
und insbesondere beziehungen zwischen grossen und kleinen
mächten, die auf gegenseitiger achtung, gleichheit und
nicht-einmischung in innere angelegenheiten beruhen und die
frei von dem wunsch seien, die schwächeren auszubeuten,
nicht vorstellen könnten". der kampf des kubanischen
volkes sei »ein teil des grossen kampfes der mächte des
friedens und des fortschrittes", heisst es in der sowjetischen
deklaration. und dies sei der grund, weshalb die amerikanischen
monopolisten gegen dieses land solchen hass hegen. die
sowjetiunion helfe kuba "weder aus ihr fernliegenden
egoistischen gründen, noch wegen wirtschaftlicher vorteile
oder um militärische stützpunkte zu erhalten. nach der feststellung,
dass das sowjetische volk seine kubanischen brüder
für ihren mutigen kampf um nationale freiheit und ehre an die
spitze derer stelle, die gegen die imperialistische sklaverei
kämpfen, werden in der erklärung "führende kreise der
usa" beschuldigt mit jesuitischer perfidie mit dem schlagwort
der amerikanischen solidarität zu spielen und dabei kuba
zu einer "zucker-provinz der usa" und einem ständigen
militärstützpunkt im karibischen meer machen zu wollen.
falls die absichten der imperialisten von erfolg gekrönt
sein sollten, würden die imperialistischen gendarmen beginnen
auch die übrigen südamerikanischen staaten einen nach dem
anderen abzuwürgen , unter irgendeinem vorwand, an denen
es den imperialisten niemals fehle. die junge kongorepublik
die in amerikanischem auftrag derzeit zerstückelt werde,
biete hiefür das beste beispiel. ausserdem sei es wohl
bekannt, dass es sich bei dem kubanischen volksaufstand um
keine sozialistische revolution gehandelt habe und die führer
der patriotischen bewegung und der kubanischen republik keine
kommunisten seien. (schluss)2013+ba+

 
zum Dossier Kubakrise

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