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17.09.1976 / Meldungs-Nr.: AHI0121 / Ressort: Chronik&Kultur (CI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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b 42 - fidel castros "afrikakorps" in der ganzen dritten welt washington,17.9. (ap) - der wachsende einfluss kubas in den ländern der dritten welt ist sehr wesentlich auf die =

 
b 42 - fidel castros "afrikakorps" in der ganzen dritten welt
washington,17.9. (ap) - der wachsende einfluss kubas
in den ländern der dritten welt ist sehr wesentlich auf die
aktivität von fidel castros "afrikakorps" in angola zurückzuführen.
aber nicht nur in dieser ehemaligen portugiesischen
kolonie sondern auch in mindestens zehn weiteren ländern
sind "kubanische spezialisten" auf militärischem, wirtschaftlichen
und medizinischem gebiet tätig. sie erproben aber auch
zugleich die neueste technik der politischen indoktrination.
seit einiger zeit sind auch ausserhalb afrikas, nämlich
in laos,vietnam, im südjemen, jamaica,guyana und in
peru "kubanische pioniere" an der arbeit.
nach den jüngsten berichten sind mindestens 1000
kubaner auch in sierra leone, im kongo und in guinea bissau
tätig und eine ebenso starke gruppe in mozanbique,
tansania und somalia. ein kleines team kubanischer experten
ist kürzlich auch in algerien aufgetaucht. ausserdem werden
in kuba selbst viele studenten aus entwicklungsländern beruflich
und politisch ausgebildet.
es wird sehr daran gezweifelt, dass die kubanische regierung selbst
diese aktivitäten finanzieren kann. man vermutet, dass die
hilfsquellen aus der udssr fliessen.
das kubanische kontingent in angola hatte zu beginn
dieses jahres eine stärke von 12.000 bis 15.000 mann, dürfte
aber inzwischen etwas reduziert worden sein. ein teil der
angehörigen dieses "afrikakorps" unterstützt seit kurzem
die rhodesischen nationalisten. in den usa wird diese ausreitung
des kubanischen einflusses sehr genau verfolgt,
vor allem auch wegen der rückwirkungen auf nachbarländer.
ein hoher funktionär des state departement in washington fand
für diese gefahren folgende formulierung:"castro hat den
ehrgeiz als der mann, der südafrika von der weissen beherrschung
befreit hat, in die geschichte einzugehen."(schluss)+mt

 
zum Dossier Kubakrise

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