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20.04.1961 / Meldungs-Nr.: AHI0002 / Ressort: Aussenpolitik (AA) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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a 14 anti - fidel 1 belgrad , 20.4. (afp/ap/reuter)- die ankündigung des =

 
a 14
anti - fidel 1
belgrad , 20.4. (afp/ap/reuter)- die ankündigung des
kubanischen rundfunks, dass die "totale liquidierung der
konterrevolutionäre nur mehr eine frage von stunden" sei -
berichtet die jugoslawische nachrichtenagentur tanjug - hat in
havanna jubel und "spontane demonstrationen der arbeitenden
bevölkerung, der jugend und der milizangehörigen" ausgelöst.
gleichzeitig wurde in dem offiziellen kommunique, das vom
rundfunk verbreitet wurde, festgestellt, dass die bewaffneten
streitkräfte der regierung im südwesten der provinz las villas,
"wo mit hilfe des imperialismus söldlinge an land gegangen
sind, ihren heroischen kampf fortsetzen". weiters wird in dem
kommunique mitgeteilt, dass seit montag neun fluezguge der rebellen,
alle amerikanischer bauart, abgeschossen worden seien.
sowohl aus dem kubanischen kommunique wie auch aus dem
bericht des jugoslawischen tanjug-korrespondenten geht hervor,
dass die befreiungskämpfer in las villas nach ihrer landung
beachtliche erfolge erzielt haben müssen und den regierungsstreitkräften
erbitterte kämpfe liefern. der tanjug-korrespondent
meldet in diesem zusammenhang, dass die provinz las villas zum
sperrgebiet erklärt worden ist und dass informationen über die
vorgänge im kampfgebiet äusserst schwer zu erhalten seien.
das zweite hauptkampfgebiet dürfte die provinz matanzas
sein, wo die lage der freiheitskämpfer so schwierig sein dürfte,
dass selbst ein sprecher der rebellen in miami zugeben musste,
dass es um die rebellen "sehr schlecht bestellt" sei.
das hauptquartier der exilkubaner in miami konnte einen
funkspruch des kommandanten eines der schiffe auffangen, von denen
aus die rebellen an land gegangen sind. der kommandant bietet
darin den befreiungskämpfern an, sie wieder an bord zu nehmen.
die freiheitskämpfer lehnten dieses anerbieten ab.
die angaben über die zahl der invasoren bewegen sich zwischen
1.000 und 3.000 mann.(die streitkräfte castros werden auf 350.000
mann geschätzt.) ein exilkubaner in san juan (porto rico)
erklärte heute vor der presse, dass hundert exilkubaner, die
in porto rico gelebt hatten, dem stosstrupp der ersten invasoren
angehört hatten. die gesamtzahl der rebellen, die in kuba an
land gegangen sind, schätzt er auf 2.000 bis 3.000 mann.
doch rechnet er noch heute mit der zweiten etappe der invasion.
im gegensatz zu dem tanjug-korrespondenten betont dieser exilkubaner,
dass die rebellen bei der kubanischen bevölkerung starke
unterstützung finden. aus den ihm zugegangenen meldungen sei
zu schliessen, dass die invasoren ihren vormarsch fortsetzen.
allerdings dringend nachschub an lebensmitteln und kriegsmaterial
benötigen.(forts)+0313+sb+

 
zum Dossier Kubakrise

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