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15.12.1971 / Meldungs-Nr.: AHI0313 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 243 - beginn der interimsverhandlungen 1 brüssel/wien, 15.12. (apa) - eine österreichische beamtendelegation unter der leitung des chefs der österreichischen =

 
w 243 - beginn der interimsverhandlungen 1
brüssel/wien, 15.12. (apa) - eine österreichische
beamtendelegation unter der leitung des chefs der österreichischen
mission bei den europäischen gemeinschaften,botschafter
dr.leitner,hat heute vormittag in brüssel verhandlungen mit der
ewg-kommission über den abschluss eines interimsabkommens aufgenommen.
bei den verhandlungen geht es um eine 1O prozentige
zollsenkung für industriell-gewerbliche güter,die als vorgriff
auf das globalabkommen in honorierung seiner langjährigen
bemühungen um engere beziehungen zur ewg österreich bereits vor
den übrigen neutralen efta-ländern in den genuss einer präferenzbehandlung
durch die ewg bringen würde.
die verhandlungen werden am donnerstag fortgesetzt,wobei
eventuell auch eine nachtsitzung in betracht gezogen wird,um einen
abschluss der verhandlungen zu ermöglichen.es ist allerdings
fraglich, ob die kommission die österreichischen vorschläge
akzeptieren wird., einen vertrag unter ausklammerung der
sensiblen produkte und der ursprungsregelung zu schliessen und
diese beiden fragen erst nach klärung im rahmen der globalverhandlungen
in den vertrag einzubeziehen.der verhandlungsspielraum
der kommission dürfte eher gering sein.
in einer stellungnahme zu den interimsverhandlungen stellt
die bundeswirtschaftskammer fest,dass ein abkommen nach den vorstellungen
der wirtschaft rasch abgeschlossen werden könnte,wenn
brüssel seine ausnahmewünsche zurückstellt.eine zustimmung der
österreichischen wirtschaft zu derartigen sonderwünschen hätte
bewirkt,dass wichtige österreichische unternehmungen ganz oder
teilweise von der zollbegünstigung ausgeschlossen wären,
während nach den vorschlägen der österreichischen wirtschaft die
gesamte ewg-industrie ebenso wie die österreichische in den
genuss der 30 prozentigen zollsenkung kommen würde.
würden die von der ewg gewünschten ausnahmen zugestanden,
hätte der zollbegünstigte export österreichs in den gemeinsamen
markt aufgrund der ergebnisse des ersten halbjahres 1971 nur
43 prozent des zollbegünstigten importes aus diesem raum ausgemacht.
eine solche unausgewogene lösung hätte von der österreichischen
wirtschaft nicht akzeptiert werden können.
die wirtschaft verkenne keineswegs die schwierigkeiten der
verhandlungen mit brüssel,es sei jedoch notwendig,dass der österreichischen
verhandlungsdelegation die möglichkeit gegeben werde,
ihren standpunkt hinsichtlich der sensiblen produkte und der
ursprungsregelungen ausführlich darzulegen.die österreichische
wirtschaft sei nach wie vor an einem raschen umfassenden zollabbau
mit der ewg interessiert,der durch eine zügige weiterführung
der verhandlungen herbeigeführt werden sollte,stellt die
bundeskammer fest.(forts.möglich)+ba

 

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