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10.11.1970 / Meldungs-Nr.: AHI0283 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 200 - ewg-verhandlungen 1 (dr. kirchschläger) brüssel, 10.11. (apa) - nachdem mit der aufnahme der interimsverhandlungen auf grund des bereits erteilten mandats =

 
w 200 - ewg-verhandlungen 1 (dr. kirchschläger)
brüssel, 10.11. (apa) - nachdem mit der aufnahme der
interimsverhandlungen auf grund des bereits erteilten mandats
zwischen ewg-kommission und österreich in der letzten novemberwoche
zu rechnen ist, dürfte die kommission die sondierungsgespräche
mit den efta-neutralen um die jahreswende beginnen,
dabei werden vermutlich schweden und die schweiz noch in diesem,
österreich zu beginn des neuen jahres an die reihe kommen. bis
zur jahresmitte 1971 wäre dann mit dem übergang von der sondierungs-
in die verhandlungsphase zu rechnen.
durch die erweiterung der europäischen wirtschaftsgemeinschaft
von sechs auf zehn mitglieder würde sich, was die
bedeutung des heutigen tages unterstreicht, die einfuhren österreichs
aus diesem raum von 57 auf 65 prozent, die ausfuhren
von 41 auf 51 prozent der gesamtausfuhren erhöhen, im falle
schwedens von 34 auf 61 bzw. 28 auf 61 und bei der schweiz von
58 auf 69 prozent.
auf der einfuhr - und von 37 auf 48 prozent auf der
ausfuhrseite. die relativ starke käuferposition der efta-neutralen
geht daraus deutlich hervor.
diese rolle unterstrich auch aussenminister dr. kirchschläger
in einem pressegespräch mit österreichischen journalisten
bzw. auf der seinen ausführungen vor dem ewg-ministerrat folgenden
pressekonferenz. österreich, betonte er, stehe nicht
als hilfe heischender vor der tür, sondern habe selbst eine gesunde
entwicklung aufzuweisen. in dem mehr als acht jahren, die
seit dem ersten ansuchen verflossen sind, habe es überdies
aussenpolitisch seine nützlichkeit als neutraler staat und
stabilisierender faktor in mitteleuropa beweisen können.
neutralitätspolitisch seien schweden (das sich zu dem 1961
vereinbarten vorbehalten bekenne) und die schweiz mit österreich
auch in ihren ewg-kontakten auf einer linie, wirschaftspolitisch
gebe es kaum unterschiede mit bern. (forts)dr

 

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