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06.11.1969 / Meldungs-Nr.: AHI0220 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 44- minister mitterer über efta-gipfel wien, 6.11. (apa) - "österreich wird vor der efta-ministerratstagung in genf den vorschlag deponieren, ab sofort ständige =

 
w 44- minister mitterer über efta-gipfel
wien, 6.11. (apa) - "österreich wird vor der efta-ministerratstagung
in genf den vorschlag deponieren, ab sofort ständige
kontakte zwischen der efta und den europäischen gemeinschaften zu
unterhalten. eine solche massnahme würde gewährleisten, dass alle
in zusammenhang mit der europäischen integration zu erarbeitenden
lösungen den gemeinsamen interessen gerecht werden." das erklärte
heute handelsminister mitterer einem apa-vertreter vor seinem abflug
zu der für heute und morgen in genf angesetzten ministerratstagung
der europäischen freihandelszone.
der minister betonte, dass der graben zwischen ewg und efta
nunmehr auch für mitglieder der gemeinschaften immer fühlbarer
wird. nach einem jahr des stillstands, in welchem sich die europäischen
integrationsbestrebungen derzeit befinden, müsse die erkenntnis
platz greifen, dass lediglich den grossen wirtschaftsräumen
die zukunft gehört. wenn die regierungen in europa sich nicht
gemeinsam dieser ansicht anschliessen, werde dieser kontinent gefahr
laufen, welbst ein wirtschaftlich unterentwickelter erdteil zu
werden.
österreich werde ferner vor dem efta-rat die am vergangenen
dienstag von der österreichischen bundesregierung beschlossene initiative
gegenüber den mitgliedstaaten der ewg zur kenntnis bringen.
bezüglich der britischen restriktionsmassnahmen werde österreich
vor dem efta-rat sein bedauern deponieren, dass die depotgebühren
lediglich leicht reduziert und nicht zur gänze aufgehoben
wurde. österreich nehme zwar mit genugtuung die deutliche verbesserung
der britischen ertrags- und handelsbilanz zur kenntnis,
werde aber als kapitalarmes land von den ursprünglich befristet
gewesenen und nunmehr verlängerten restriktiven massnahmen in seiner
exportwirtschaft auch weiter stark belastet.
österreich werde auch in genf zur kenntnis bringen, dass es
als fremdenverkehrsland von der aufrechterhaltung der devisenzuteilungsbeschränkung
für nicht geschäftliche reisezwecke durch
grossbritannien schmerzlich berührt ist. (schluss)dr

 
 

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