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15.12.1966 / Meldungs-Nr.: AHI0141 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 160 - toncic aus paris und brüssel zurück 2 (15.12. - apa) in einer schwierigen und delikaten sache wie es der osthandel ist, hat die rechtliche und politische lage österreichs =

 
i 160 - toncic aus paris und brüssel zurück 2 (15.12. - apa)
in einer schwierigen und delikaten sache wie es der osthandel
ist, hat die rechtliche und politische lage österreichs
in ausserordentlichem ausmass bei den verhandlungen in brüssel
berücksichtigung gefunden, stellte dr.toncic fest. auch im
osten finden österreichs wirtschaftliche nöte mehr berücksichtigung
als bisher. eine ausdrückliche frage, ob sich damit
die lage gegenüber der situation vor vier wochen geändert habe,
bejahte der minister, insbesondere was die berücksichtigung
der politischen situation österreichs anlangt, sei dies im westen
im allgemeinen und in der haltung frankreichs im besonderen
ausgeprägt.
dr.toncic, der am gleichen tag auch ein informationsgespräch
mit leitenden redakteuren der inlandspresse hielt, bezeichnete das
jahr 1967 als das entscheidende jahr für die bestrebungen österreichs
zu einem ewg-arragngement zu kommen.
trotz verschieden geäusserter kritik geht, wie dr.toncic ausdrücklich
betonte, das aussenministerium mit dem handelsministerium
in der integrationsfrage gemeinsam und auf einer linie
vor. so wurde z.b. die grundlage für die jetzige verhandlungsrunde
gemeinsam und einvernehmlich ausgearbeitet und auch einvernehmlich
von den ministerien angenommen. dass das handelsministerium
in erster linie die wirtschaftspolitischen, das aussenministerium
die aussenpolltischen und völkerrechtlichen probleme
verfolgt, liegt in der natur der sache.
sein arbeitsbesuch bei couve de murville am 18. udn 19. oktober,
sei schon lange vor dem podgorny-besuch bzw. dessen verlegung
nämlich ende september, anfang oktober festgelegt worden.
dr.toncic ging im zusammenhang mit der integrationsfrage
auf die manchmal gestellte alternative: zollunion oder freihandelsszone
ein und wiederholte den mehrmals geäuserten standpunkt:
österreich wäre eine doppelzugehörigkeit zu ewg und
efta am liebsten, technisch gesprochen wäre das die freihandelszonenlösung.
österreich hat aber keinen zweifel darüber gelassen,
dass es für den fall dass einem der beiden partner (und das
ist bei der ewg der fall) dieser weg nicht gangbar erscheint, dies
eben zur kenntnis genommen werden müsse.
die ewg-gespräche über den osthandel gehen anfang februar
1967 in brüssel weiter.(forts)+schoe/mz+

 
 

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