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27.03.1965 / Meldungs-Nr.: AHI0102 / Ressort: Innenpolitik (II) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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i 68 -sperrfrist 27.3. 19.30 uhr- bundeskanzler-sendung 2 (27.3.) =

 
i 68
-sperrfrist 27.3. 19.30 uhr-
bundeskanzler-sendung 2 (27.3.)
es wird nun aufgabe der österreichischen delegation sein,
fuhr minister dr. bock fort, auf dieser grundlage einen vertragstext
mit der wirtschaftsgemeinschaft auszuhandeln. ziel
dieses vertrages ist es, die wirtschaftlichen beziehungen
zwischen österreich und der ewg so zu gestalten, dass die
drohenden gefahren für die österreichische exportwirtschaft
beseitigt werden und österreich in zukunft an der wirtschaftlichen
entwicklung dieses starken, westeuropäischen wirtschaftsraumes
teilnehmen kann. ich musste bei meiner erklärung in
brüssel darauf hinweisen, dass die wirtschaftliche expansion
österreichs seit 1958 bedeutend geringer gewesen ist als die
der ewg-staaten, d.h., dass der lebensstandard des österreichischen
volkes und die einkommens- und lohnverhältnisse in
österreich niedriger als in der ewg und die produktionsmöglichkeiten
unserer wirtschaft geringere sind. diese differenz
muss im interesse des arbeitenden österreichischen volkes
so rasch wie möglich aufgehoben werden. die österreichischen
arbeiter und angestellten, die österreichischen wirtschaftstreibenden
und unsere bauern haben ein recht darauf, die
gleichen wirtschaftlichen bedingungen zu geniessen die ihre
berufskollegen in den sechs staaten der ewg haben. dieses
recht aber kann nur erfüllt werden, wenn es uns gelingt,
möglichst bald das von uns angestrebte arrangement mit der
ewg zu erreichen.
um dieses ziel zu erreichen, wird es auch manchen opfers
bedürfen. das ist nun die zweite bemerkung, die ich zum thema
integration machen muss. die herstellung der freiheit des
exports österreichischer waren nach den staaten der ewg
bedingt auch gleiehermassen ein verstärktes konkurrenzangebot
auf den österreichischen märkten und die möglichkeit eines
verstärkten exports muss mit verschärfter kalkulation und
beschleunigter rationalisierung der betriebe erkauft werden.
aber darüber sind sich alle, die von wirtschaft etwas verstehen,
so wie so im klaren. ich möchte es aber trotzdem
nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass es von diesen
grundsätzen nur wenige ausnahmen geben wird. um es noch
deutlicher zu sagen: einen windschutz vor der scharfen luft
verstärkter konkurrenz wird es nur für einige wenige ausnahmen
geben können. dies gilt in gleicher weise für die
industrie, für die landwirtschaft und für den sozialpolitischen
bereich.(forts)+l220+sb+
bitte sperrfrist beachten -

 

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