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10.06.1961 / Meldungs-Nr.: AHI0063 / Ressort: Aussenpolitik (AA) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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a 211 vorrang achtung sperrfrist 00,00 mez =

 
a 211
vorrang
achtung sperrfrist 00,00 mez
sowjet-memorandum 1
berlin, 10.6.(reuter/ap) die sowjetische nachrichtenagentur
tass und die ostdeutsche nachrichtenagentur adn veröffentlichten
heute abend den text des memorandums über die einstellung
der atomversuche, das chruschtschow in wien präsident kennedy
überreicht hat. die beiden agenturen kündigten an, dass sie
auch den text des zweiten memorandums über deutschland und
berlin in kürze veröffentlichen werden.
als begründung für die veröffentlichung des wortlautes
führen die beiden agenturen an, dass man dies für nötig befunden
habe, nachdem in den westlichen zeitungen "ungenaue und oftmals
sogar verzerrte versionen" des memorandums erschienen
seien.
in dem memorandum über die genfer atomkonferenz werden
die bekannten sowjetischen argumente wiederholt. die sowjetunion
könne dem amerikanischen vorschlag, einen mann an die
spitze des kontrollapparates zu stellen, nicht zustimmen, da
dieses system zu einer diktatur führen würde, heißt es in dem
memorandum. die sowjetunion habe alles getan und tue alle, was
in ihrer macht stehe, um mit den usa und grossbritannien so rasch
wie möglich eine einigung zu erzielen.
in dem 3.000 worte umfassenden memorandum heisst es
unter anderem: "es ist bekannt, dass die sowjetunion in dem
bestreben, alle hindernisse, die dem abschluss des vertrages
entgegenstehen, zu beseitgen bemüht ist, und deshalb den
westlichen partnern wichtige konzessionen gemacht und eine
reihe ihrer vorschläge angenommen hat. die sowjetunion bemüht
sich um ein abkommen über das verbot aller arten von
atomtests überall und für immer. aber die sowjetunion wird
niemals zugeben, dass das verbot dieser tests ein leeres stück
papier bleibt, unter dessen schutz weitere atomversuche mit dem
ziel die lagervorräte zu erhöhen und neue massenvernichtungsmittel
herzustellen, durchgeführt werden können. in dem vertrag
darf es keine ausnahmebestimmungen geben. jede art atomwaffenversuch
in der luft, unter wasser, under der erde und im
weltraum muss verboten werden.(forts.) kl+2220++
achtung auf die sperrfrist

 

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