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22.07.1972 / Meldungs-Nr.: AHI0027 / Ressort: Aussenpolitik (AA) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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a 49 - sperrfrist 12.00 uhr kreisky-erklärung in brüssel (wortlaut 1) brüssel , 22.7. (apa) - bei der feierlichen unterzeichnung =

 
a 49 - sperrfrist 12.00 uhr
kreisky-erklärung in brüssel (wortlaut 1)
brüssel , 22.7. (apa) - bei der feierlichen unterzeichnung
der freihandelsverträge der ewg mit den nicht vertretenden efta-
staaten gab bundeskanzler dr. kreisky heute im palais egmont folgende
erklärung für österreich ab:
am 28. juli 1962, also ziemlich genau vor 10 jahren habe ich
im namen der österreichischen bundesregierung vor dem ewg-ministerrat
in einer erklärung die österreichische auffassung über eine
assoziation mit der europäischen wirtschaftsgemeinschaft näher
erläutert, wobei ich feststellte, dass österreich eine wirtschaftliche
vereinbarung mit der europäischen wirtschaftsgemeinschaft
eingehen möchte "die der aufrechterhaltung der immerwährenden
neutralität und den zwischenstaatlichen vereinbarungen österreichs
rechnung trägt sowie die erfüllung der damit verbundenen pflichten
jederzeit ermöglicht".
ich gab damals auch namens der österreichischen bundesregierung
der auffassung ausdruck, dass österreich eine ihm mögliche mitwirkung
an der wirtschaftlichen integration europas anstrebe.
nach zehnjährigen bemühungen konnte also heute ein vertrag
unterschrieben werden, der diesen voraussetzungen entspricht und
ich möchte bei dieser gelegenheit vor allem allen mitgliedsstaaten
und ihren regierungen dafür danken, dass es möglich war eine
lösung zu finden, die mit den völkerrechtlichen verpflichtungen
österreichs in einklang steht. mit besonderer befriedigung kann
ich in diesem zusammenhang feststellen, dass schon in den nächsten
monaten zwischen österreich und den europäischen gemeinschaften
ein interimsabkommen als vorgriff auf die zu schaffende freihandelszone
in kraft treten wird.
die verhandlungen haben, wie ich schon sagte, lange gedauert
und das war für die wirtschaftlichen beziehungen österreichs mit
den staaten der gemeinschaft nicht von vorteil. so sehr wir diesen
umstand bedauern, so hat aber dennoch die wirtschaft unseres landes
in den vergangenen jahren einen sehr beachtenswerten aufstieg zu
verzeichnen gehabt. was unser reales wirtschaftswachstum betrifft,
liegen wir gut, unsere monetäre situation ist befriedigend, wenn
auch überschattet von den problemen, die sie alle kennen. die
zahl der in der österreichischen wirtschaft beschäftigten ist
höher denn je zuvor. wir treten also in dieses nahverhältnis mit
den staaten der europäischen wirtschaftsgemeinschaft gut vorbereitet
ein und wir werden einen, wie ich glaube, wertvollen wirtschaftlichen
beitrag zu leisten in der lage sein. (forts.) +pl+
+++++ bitte sperrfrist beachten +++++

 
 

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