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24.01.1963 / Meldungs-Nr.: AHI0195 / Ressort: Wirtschaft (WI) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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w 224 genf, 24.1.(dpa) die "kleine freihandelszone" (efta) wird jetzt wieder aktiv, teilte heute das efta-sekretariat in genf mit. =

 
w 224
genf, 24.1.(dpa) die "kleine freihandelszone" (efta) wird
jetzt wieder aktiv, teilte heute das efta-sekretariat in genf mit.
mitte februar tritt in genf die ministerkonferenz der efta-staaten
zusammen, um eine bilanz der situation zu ziehen. ausserdem
soll der zollabbau zwischen den efta-ländern von 50 auf 60 prozent
erweitert werden.
man rechnet nicht mehr damit, dass frankreich bei den neuen
verhandlungen in brüssel in der nächsten woche seine haltung
grundsätzlich ändert. in der efta erwartet man bei einem zusammenbruch
der brüsseler verhandlungen oder einem unbefriedigenden
ergebnis für england grössere erfolgschancen durch eine aufgelockerte
amerikanische haltung zur efta. für die amerikaner würden
sich aus einem zusammenbruch der englischen ewg-verhandlungen
spürbarere wirtschaftliche folgen ergeben, denn schon jetzt sei
die amerikanische agrarwirtschaft durch den agrarprotektionismus
der ewg alarmiert, heisst es in genf. die über die ewg-politik
besorgten wirtschaftskreise in washington würden voraussichtlich
grösseres gewicht als bisher erhalten.
der schwedische handelsminister gunnar lange sagte heute in
der schwedischen stadt örebro, dass sich für schweden und die
anderen neutralen efta-länder die möglichkeit einer baldigen
assoziierung an die ewg verdunkelt habe. lange, der einer der aktivsten
förderer der efta und danach ein starker verfechter des
englischen ewg-anschlusses war, nahm in seiner rede erstmals offiziell
stellung zur brüsseler krise um den englischen beitritt.
schweden schätze englands feste haltung und sein bemühen um ein
für alle efta-länder tragbares übereinkommen mit der ewg hoch
ein, meinte lange. für viele sei die krise in der vergangenen
woche wie ein schock gekommen, wenn auch schwierige verhandlungen
erwartet worden waren. die vorgänge in brüssel hätten grosse
unruhe über eine mögliche zersplitterung in der ewg, in der
efta und in den usa ausgelöst, sagte der schwedische handelsminister.
er betonte, die efta funktionere nach wie vor.
schweden solle jetzt versuchen, die zusammenarbeit in der efta
zu vertiefen und zu erweitern. ferner sollten alle möglichkeiten
im rahmen des gatt wahrgenommen werden, durch weitere zollsenkungen
und völligen zollabbau die barrieren im aussenhandel niederzureissen,
sagte lange.(schluss)2121+bi

 

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