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20.07.1969 / Meldungs-Nr.: AHI0082 / Ressort: Aussenpolitik (AA) Seite $page.NUMBER / $page.COUNT      

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a 207 - mondsieg 3 (dpa - 20.7.) das waren die phasen des grossen abenteuers: 17.55 uhr (alle zeiten in mez) - das bodenkontrollzentrum =

 
a 207 - mondsieg 3 (dpa - 20.7.)
das waren die phasen des grossen abenteuers:
17.55 uhr (alle zeiten in mez) - das bodenkontrollzentrum
in houston erteilt der apollo-besatzung nach einer stundenlangen
überprüfung aller aggregate das kommando "go" füer die trennung
von raumschiff und mondfähre. bereits um 15.00 uhr waren raumschiffkommandant
neil armstrong und mondfähren-pilot edwin aldrin
durch den verbindungstunnel in das spinnenbeinige mondgefährt
umgestiegen.
18.47 uhr: die automatische kupplung zwischen dem apollo-
mutterschiff "columbia" und mondfähre "adler" löst sich.
die beiden raumschiffe schweben noch etwa eine viertelstunde dicht
nebeneinander durch den raum, bis der im mutterschiff zurückgebliebene
apollo-pilot michael collins die distanz durch eine triebwerkszündung
langsam vergrössert. für armstrong und aldrin
hiess es: noch knapp zwei stunden zum mond.
20.09 uhr: armstrong und aldrin zünden zum erstenmal den
abstiegsmotor. der "adler" schwenkt aus der kreisrunden mondbahn
in eine elipptische kurve ein, die sich bis auf 15 kilometer
der mondoberfläche nähert. beim auftauchen eines defektes könnte
das mondboot in dieser elliptischen umlaufbahn noch zum mutterschiff
zurückkehren. nach einer weiteren überprüfung der mondfähre
erteilt houston die erlaubnis zum landeanflug.
21.05 uhr: für die beiden mondfahrer beginnen die längsten
zehn minuten ihres lebens. 15 kilometer über dem mond und noch
457 kilometer vor dem landeplatz wird das landetriebwerk eingeschaltet.
von dieser sekunde an entscheidet ein computer über
das leben der astronauten. er steuert nach den informationen des
landeradars, das pausenlos höhe und geschwindigkeit misst, den
"adler" in einer sanften kurve auf den landeplatz zu. armstrong
und aldrin stehen angeschnallt in der engen kapsel. da der
"adler" auf der seite liegt, könne sie den landeplatz im
"meer der stille" noch nicht sehen. erst 1000 meter über der
oberfläche richten die steuerdüsen die mondfähre auf. in 150
meter höhe und rund 500 meter vor dem landeplatz übernimmt
mondfährepilot aldrin die handsteuerung. der bordcomputer gibt
ihm genaue richtwerte für das präzise ansteuern des landepunktes.
an gradmarkierung an ihrem fenster überprüfen die beiden
männer, ob sie den vorausberechneten anflugwinkel genau einhalten.
21.13 uhr: der "adler" schwebt 30 meter über der landestelle.
jede horizontalbewegung hat aufgehöt. die astronauten habe noch
75 sekunden zeit, um die genaue landestelle auszusuchen. mit einer
geschwindigkeit von einem meter pro sekunde sinkt die mondfähre
auf die oberfläche hinab.
21 uhr 17 minuten 46 sekunden: die etwa 1,70 meter langen landefühler
unter den beinen der mondfähre berühren die oberfläche,
in der kapsel leuchtet eine rote signallampe auf, das
triebwerk schaltet ab. mit einem sanften stoss setzen die vier
teleskopbeine des "adlers" auf dem mond auf.
(fortsmgl)+ra+


 

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